TV/DJK Hammelburg - TSV Zirndorf 3:0 (25:21, 25:23, 25:16) - "Der Ausgang der beiden ersten Sätze war mehr, als wir erwartet haben", sagte Zirndorfs Trainer Patrick Siecke zur erwarteten Niederlage seiner Mannschaft. Im ersten Satz führten die Mittelfranken sogar mit 21:20. Hammelburgs Coach Tado Karlovic wechselte danach Oliver Bauer zur Blockverstärkung ein. Und dank Libero Dominik Seller standen Annahme und Abwehr wieder. Henning Schulte schlug nun druckvoll auf, während Zuspieler Oliver Möller dreimal in Folge auf Nachwuchstalent Moritz Karlitzek stellte zum Etappensieg.

Bis zum 14:10 sah es im zweiten Satz gut aus für die Saalestädter, ehe Felix Kroha, das Nachwuchstalent der Gäste, mit seinen Aufschlägen kurzzeitig die Annahme des TV/DJK düpierte und sein Team 16:14 in Führung schoss. Wieder kam Hammelburg aus der Defensive, glich zum 19:19 aus, ehe Oliver Bauer mit einem Aufschlag-Ass die Führung zurückholte. Danach waren es die Aufschläge von Micheal Schottorf sowie die Rückraumeinlagen von Bendikowski, die den Schlusspunkt setzten.

Im dritten Durchgang sollte Zirndorfer Widerstand früher gebrochen werden. Der eingewechselte Friedrich Fell ebnete mit mehreren Flatteraufschlägen, darunter zwei Asse, den Weg (15:9). Danach ging es über ein 19:10 schnurstracks Richtung 3:0-Erfolg. "Man muss betonen, dass wir auf unserer Seite einen unglaublichen Felix Bendikowski hatten", lobte Karlovic seinen Kapitän, der nahezu alles zu Punkten machte, was er an die Finger bekam. Rückhalt des Teams war auch die Annahme, die Libero Dominik Seller zu einer stabilen Größe machte.

TV/DJK Hammelburg - TV Erlangen 2:3 (25:22, 21:25, 20:25, 25:18, 9:15) - Groß waren Hammelburgs Hoffnungen nach dem souveränen ersten Satz. "Wir haben alles richtig gemacht", so Co-Trainer Thomas Oschmann, dessen Mädels bis dahin am Netz beherzt zur Sache gegangen waren. Nach dem Seitenwechsel war es vorbei mit der Vormachtstellung. Die Gäste gingen am Netz couragierter zu Werke, während Hammelburg zunehmend die Samthandschuhe im Angriff überzog. Dabei war die Order eine ganz andere: "Die sollten voll drauf halten", sagte Oschmann, der so den verwundbaren Block der Mittelfranken ausschalten wollte. Hinzu kam eine hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen und in der Annahme. Erlangen hingegen wehrte gut ab und punktete über die Außenpositionen. Vor allem die quirlige Linkshänderin und Kapitänin Laura Grell war auf der Diagonalen kaum in den Griff zu kriegen. Sie war es auch, die im zweiten Satz zur Entscheidung drängte. Beim 19:18 übernahm sie den Aufschlag und setzte Hammelburgs Annahme entscheidend unter Druck.

Der dritte Durchgang war fast eine Kopie. "Wir konnten mit dem Druck nicht umgehen", so der Co-Trainer, der kaum Selbstvertrauen in seinem Team ausmachen konnte. Im letzten Satzdrittel ging so gut wie nichts mehr beim TV/DJK. Zwar bekamen die Saaledamen ihre Wackel-Annahme - rühmliche Ausnahme Franziska Schlumprecht - auch im vierten Anlauf nicht in den Griff, und doch war ein Hauch von Kampfgeist plötzlich da. Die bis dahin träge Abwehr setzte Akzente, die Durchschlagskraft am Netz stieg. Am Ende was es Diagonalangreiferin Laura Schmitt, die den Etappensieg am Netz einleitete. Mit der aufkeimenden Hoffnung, war es im Tiebreak rasch vorbei. Schnell wurde klar, dass es nur auf einen einzigen Punkt hinauslaufen würde. "Die Gegner haben gezielt unsere schwache Annahme ins Visier genommen", sagte Oschmann. Ein Aufbäumen scheiterte daran, dass die Nerven blank lagen und die Eigenfehlerproduktion auf Hochtouren lief.