SV/DJK Taufkirchen - TV/DJK Hammelburg 0:3 (20:25, 17:25, 20:25) - "Wir haben historische drei Punkte für Hammelburg geholt", sagte der gut gelaunte Mittelangreifer Friedrich Fell - weil es nach der neuen Zählweise eben drei Punkte für einen glatten Sieg gibt. Staus und Umleitungen hatten die Unterfranken im Laufschritt in die Halle marschieren lassen. "Auf unseren üblichen Espresso im Café mussten wir diesmal verzichten", berichtet Trainer Tado Karlovic. Die Aufsteiger aus Taufkirchen wirkten entschlossen und mutig am Netz. Das Team rund um Spielertrainer Zied Chalaghmi führte daher nicht umsonst mit 19:18, ehe Moritz Karlitzek mit seinen wuchtigen Sprungaufschlägen doch noch für den Satzerfolg sorgte. Danach riss Libero Dominik Seller seine Abwehrspieler mit und ließ auch in der Annahme keine Wünsche offen. Die Wirkung blieb nicht aus. Zuspieler Oliver Möller fütterte seine Angreifer nach Belieben am Netz, die es ihm mit harten Schmettereinlagen dankten.

Während die Saalemänner in Selbstzufriedenheit schwelgten, war bei den Hausherren von Resignation keine Spur. Mit einem 4:0 im dritten Satz rissen sie die Unterfranken unsanft aus ihren Träumen. Lukas Spachmann und Friedrich Fell wehrten nun ein paar ganz wichtige Bälle ab, was Hammelburg eine 17:15- Führung ermöglichte. Kapitän Felix Bendikowski legte ein paar Sprungaufschläge drauf und Henning Schulte machte den Block dicht, ehe Michael Schottorf den zunächst verkorksten "Samstagsausflug" perfekt machte. "Es war ein erfolgreicher Auftakt, wenngleich nicht glanzvoll", so Karlovic. "Wir haben das mit unserer individuellen Klasse gewonnen."

DJK SB München-Ost - TV/DJK Hammelburg 3:1 (25:16, 19:25, 24:26, 25:20) - Wenig Probleme hatten die Gastgeber zunächst, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Dadurch, dass Zuspielerin Christine Fell nahezu jedem "ersten Ball" hinterherhecheln musste, verkauften sich die TV/DJK-Damen weit unter Wert im Angriff. Doch kaum war die Annahme stabil, wurde es auch am Netz besser. "Die Mädels haben sehr variabel gespielt", sagte Kapitänin Fell. Spätestens nach dem 1:1 nach Sätzen war es ein ausgeglichener Fight, in dem die Hammelburger einige Male die Nase vorn hatten. Bei Aufschlag-Serien von Britta Lohneiß und Christine Fell trat die Verwundbarkeit der Oberbayern offen zu Tage, die dennoch den dritten Durchgang für sich entschieden. Auch eine hohe Führung im vierten Satz sollte nicht reichen, doch noch über den Umweg Tie-Break zwei Punkte einzuheimsen. "Immer im entscheidenden Moment hatten wir eine Flaute in der Annahme", ärgerte sich Fell. "Man hat gemerkt, dass wir noch nicht so ganz eingespielt sind." Neben der Niederlage kam die Hiobsbotschaft hinzu, dass wegen einer Legionellen-Verunreinigung die Duschen gesperrt waren.