Dabei reisten die jungen Saalemänner geschwächt in die Oberpfalz, denn ihr etatmäßiger Steller Felix Schultheis hatte sich in der Woche davor verletzt und fällt vier bis sechs Wochen aus. Zum Auftakt der Vorrunde gegen den SV Schwaig übernahm Oscar Benner die Aufgabe des Spielmachers, die Angreifer Moritz Karlitzek, Moritz Giehl und Lorenz Karlitzek hatten gegen die Jugendmannschaft des Zweitbundesligisten keinerlei Probleme, so dass am Ende ein 3:0-Sieg (25:12, 25:12, 25:13) zu Buche stand. Auch der Bezirksmeister aus Oberfranken, der VC 06 Hirschau, konnte den Mitfavoriten aus dem Saaletal nicht das Wasser reichen. Moritz Giehl wechselte auf die Stellerposition und überzeugte durch sein gutes Zuspiel, sodass er diese Part bis zum Ende des Turniers beibehielt. Felix Tolle und Bastian Streitel waren als Mittelblocker ebenso eine Macht, wie Leonhard Hepp auf der Diagonalen. Die Satzergebnisse 25:10, 25:14, und 25:8 spiegeln das Kräfteverhältnis beim zweiten 3:0-Erfolg wider.

Am zweiten Tag trafen die Jungs des TV/DJK im Halbfinale auf den Oberpfalzmeister und Gastgeber aus Regenstauf. Nach dem überzeugenden 1. Satz (25:11) verloren die Hammelburger etwas die Konzentration, so dass es im zweiten Durchgang eng wurde. Aber die beiden Liberos Philipp Schäder und Tobias Hennig ebneten mit hervorragenden Abwehraktionen den Weg zum 2:0-Sieg (25:22) und damit ins Finale. Im Endspiel kam es zum absoluten Krimi gegen den Meister aus Mittelfranken, den TSV Zirndorf, der mit seinen Nationalspielern Kroha und Trogisch hochklassigen Volleyball zeigte. Doch immer wieder hatten die Zirndorfer gegen die wuchtigen Angriffsschläge von Moritz Karlitzek und Oscar Benner das Nachsehen. Der erste Satz ging mit 25:22 verdient an Hammelburg. Im zweiten Satz gab es Jugendvolleyball der Extraklasse zu sehen. Zu viele verschlagene Angaben ließen die Unterfranken immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen. In der kritischen Phase übernahm der beste Spieler des Turniers, U-19-Nationalspieler Moritz Karlitzek, die Verantwortung und sorgte mit einem spektakulären Rückraumangriff für den 32:30-Endstand. Jubelnd lagen sich die Spieler in den Armen und wurden mit Meister-T-Shirts, Urkunde und Pokal belohnt.

Finale in Hammelburg

Am 3. Mai treffen die jeweils drei besten Mannschaften aus Südbayern (Bad Tölz, Mühldorf, Dachau) und Nordbayern (Hammelburg, Zirndorf, Regenstauf) in Hammelburg aufeinander, um den Bayerischen Meister auszuspielen. Dann wird neben zahlreichen Jugendnationalspielern auch der für Bad Tölz spielende U-19-Beach-Weltmeister Clemens Wickler im Saaletal erwartet.