DJK Nüdlingen - TV/DJK Hammelburg 33:29 (17:16) - Schwerer als erwartet tat sich die DJK Nüdlingen im Derby. Genau wie vor einem knappen Jahr, als man mit 31:30 gewann, wurde auch diesmal rasch deutlich, dass es eine Herkulesaufgabe für die Nüdlinger werden würde. Zunächst hielten die Saalestädter aggressiv dagegen. Und die DJK-Abwehr offenbarte immer wieder Lücken. "Wir haben zu viele Fehler vor dem eigenem Kreis gemacht", bedauerte SG-Trainer Dietmar Piechulek. Das Hammelburger Trio Frank Sell, Sebastian Leurer und Simon Winter hatte schnell die Schwachstellen in der Nüdlinger 6:0-Abwehr erkannt, aus allen Lagen geworfen und die DJKler so unter Druck gesetzt.

Mit nur sechs Feldspielern und zwei Torhütern angetreten, spielten die TV/DJKler auch im zweiten Durchgang beherzt ihr Pensum herunter, ließen auch nicht locker, als die "Schlossherren" einmal auf sechs Tore weggezogen waren (24:18). Ausgebufft genug zeigten sich vornehmlich Frank Sell und Sebastian Leurer, die schnell schalteten, als Piechulek im Gefühl des anstehenden Erfolges seine stark besetzte Bank durchwechselte, um allen eine Einsatzchance zu geben. Und das wäre fast in die Hose gegangen, warfen sich die Mannen um Jürgen Scheller doch mit einer schnellen Aufholjagd bis auf 29:29 heran. Die Schlussminuten waren hektisch und an Dramatik kaum zu überbieten. Zunächst hagelte es beiderseits einige Zeitstrafen, Hammelburgs Coach Jürgen Scheller sah sogar die Rote Karte. Am Ende war es Nüdlingens Offensive mit Bastian Kiesel, Sebastian Wilm und Oliver Speck, die den entscheidenden Vorsprung herauswarf gegen durch zwei Zeitstrafen auf vier Spieler dezimierte Hammelburger.

"Es war ein toller Kampf meiner Mannschaft, der anzumerken war, den Sieg unbedingt zu wollen. Doch dann haben uns einige umstrittene Entscheidungen in den letzten Minuten aus dem Rennen geworfen", resümierte Jürgen Scheller. Dietmar Piechuleks Abschlusskommentar: "Mit der diesmal gezeigten Leistung im Defensivbereich kann ich nicht zufrieden sein. Die Offensive hat viel ausgebügelt. Wenn wir uns am Samstag beim FC Bad Brückenau nicht steigern, dann sehe ich schwarz."
Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (10), Oliver Speck (6/3), Sebastian Wilm (5), Jens Englert, Jan Hofmann (je 4), Marcel Müller (3), Philipp Wilm (1).
Tore für Hammelburg: Frank Sell (10/2), Simon Winter (8), Sebastian Leurer (7), Christoph Schlereth (2), Julian Lutz, Jan Wüscher (je 1).