TV/DJK Hammelburg - SC Freising 3:1 (25:22, 22:25, 25:21, 25:22)
Zweiter Sieg im zweiten Heimspiel, und das als Neuling in der 3. Liga. Mehr geht nicht. "Zwar haben wir das irgendwie von uns erwartet", kommentierte Lukas Spachmann selbstbewusst, "aber wenn es so knapp und nervenaufreibend zugeht, fühlt sich der Sieg wahnsinnig gut an".
Und in der Tat sahen die begeisterten Zuschauer ein spannungsgeladenes Match zweier Teams absolut auf Augenhöhe. Von Beginn an war die Partie ausgeglichen, erst beim Stand von 16:16 konnte sich das Team von Trainer Tado Karlovic etwas absetzen, ließ nicht mehr locker und machte die TV/DJK-Führung perfekt. Die Freisinger steigerten sich im zweiten Durchgang, fanden durch die Hauptangreifer Künnecke und Goisser immer eine erfolgreiche Lösung. "Wir haben da viele leichte Fehler im Block und Abwehrverhalten gemacht, und so kamen die Freisinger etwas leichter zu ihren Punkten", hakte Michael Schottdorf selbstkritisch das 22:25 ab.
Im dritten Satz agierten die Hammelburger taktisch deutlich cleverer, erspielten sich immer wieder eine leichte Führung. Gegen die nie aufsteckenden Gäste setzte Henning Schulte am Ende die vorentscheidenden Punkte zur 24:19-Führung.
Im vierten Satz wendeten sich die Kräfteverhältnisse erneut. Freising führte sicher und souverän über 15:10 und 18:13, bei den Saalemännern wechselten Licht und Schatten. Deren Körpersprache verhieß eher einen Tiebreak als ein Aufbäumen. "Die Trainer nahmen schon ihre Hefte zur Hand, um die Aufstellung für den fünften Satz zu schreiben", war auch Tado Karlovic überrascht von dem folgenden furiosen Finale. Die Hammelburger zeigten Herz und Leidenschaft, agierten mutiger mit mehr Risiko - und wurden belohnt. Der Rückstand schmolz stetig, als dann Oscar Benner mit einem glücklichen Aufschlag-Netzroller auf 17:18 verkürzte, waren die Fans wieder da und die Halle tobte. Ein Block von Friedrich Fell und Aldin Dzafic, der ebenso wie Mario Radman endlich spielberechtigt war, brachte den Ausgleich. Die Freisinger legten erneut zwei Punkte drauf (20:18). Das Aufschlagsrecht holte Mario Radman zurück, das 20:20 besorgte Friedrich Fell durch einen Angriffsschlag. Eine unglaubliche Abwehraktion von Oliver Möller veredelte Felix Bendikowski erfolgreich und ein weiterer Block durch Henning Schulte brachte die Wende. "Wie im Rausch spielten die Jungs den Satz zu Ende, wurden lautstark vom Publikum unterstützt und als Oscar Benner den ersten Matschball souverän ins Feld hämmerte, brach Riesenjubel aus", so ein stolzer Trainer.

TV/DJK Hammelburg - TSV Rottenberg 3:2 25:18, 25:17, 14:25, 16:25, 15:10).
In Sachen Spannung standen die Hammelburger Damen den Herren in nichts nach und gejubelt werden durfte auch am Schluss. Das neu formierte Team der Trainer Frank Otter und Thomas Oschmann startete motiviert in das erste Spiel der Saison. Vor allem in den ersten beiden gewonnen Sätzen profitierten die Gastgeberinnen von der starken Annahme von Denise Roy und guten Aufschlägen der gesamten Mannschaft. "Vor allem der überlegene Angriff über die Außenposition und das Spiel über die kleine Zuspielerin der Rottenbergerinnen führte dazu, dass wir ein ums andere Mal die Nase vorn hatten", freute sich Neuzugang Tabea Lang, die im Auftaktspiel ausgerechnet gegen ihre ehemalige Mannschaft ziemlich nervös war.
Unerklärlich dann der folgende Einbruch der Saaledamen im dritten und vierten Durchgang. Trotz des unermüdlichen Einsatzes von Maxi Bindrum in Annahme und Abwehr, tat sich Zuspielerin Christine Fell zunehmend schwer, ihre Angreiferinnen einzusetzen. Hinzu kam, dass die Angriffe der Rottenberger "Angels" Theresa Seubert und Simona Budryte immer wieder in der Hammelburger Spielfeldhälfte einschlugen. "Da funktionierte nichts mehr, das war der Totalausfall", ärgerte sich Tabea Lang.
Im entscheidenden Tiebreak rissen sich die Gastgeberinnen zusammen, gingen endlich wieder konzentrierter zu Werke und hatten in entscheidenden Phasen das glücklichere Händchen. Eine starke Christin Heim über die Mitte und freche Aufschläge von Jana Baumgart machten dann den Sack zu und Rottenberg musste mit nur einem Punkt wieder nach Hause fahren.
Trainer Frank Otter bezeichnet die Leistung seiner Mädels vor allem über Außen als "ausbaufähig" ist jedoch für die Zukunft zuversichtlich. "Ich freue mich, dass wir mit einem Sieg in die neue Saison gestartet sind."
Für Tabea Lang war das Spiel gegen Rottenberg natürlich ein besonderes, in das sie motiviert ging. "Durch die Nervosität stand ich aber teilweise total verkrampft auf dem Feld. Ich war dann letztendlich auch total erleichtert, dass der Saisonstart gelungen ist."