VC Gotha - TV/DJK Hammelburg 1:3 (25:23, 18:25, 20:25, 17:25).
Die Hammelburger haben es geschafft, mit dem Sieg in Gotha und der gleichzeitigen Niederlage des ASV Neumarkt gegen Zschopau ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Erst nach einer durchgefeierten Nacht kehrte die überglückliche Mannschaft heim.
Die Gothaer erwiesen sich von der Begrüßung an als hervorragende Gastgeber. "Das hat Stil, das hat Klasse", meinte Abteilungsleiter Matthias Benner. "So was lernt man nur dort, wo Gotha vor uns war, nämlich in der 2. Bundesliga und dort wollen wir auch hin", war er schon vor dem Spiel hoffnungsvoll. Das Team der Hammelburger startete erwartungsfroh in die Partie, die zunächst auch rund lief. Doch Gotha war nicht gewillt, die Punkte kampflos abzugeben. Erst bei der 24:19-Führung der Einheimischen, fanden die leicht verunsicherten Saale männer wieder ins Spiel. Einige gelungene Aktionen ließen die Gäste noch herankommen, doch den Satzverlust konnten die Schützlinge von Trainer Tado Karlovic nicht mehr verhindern.
Das Spiel plätscherte anschließend so vor sich hin. Erst zum Schluss des Satzes unterliefen den Gothaern die vorentscheidenden Fehler. Lukas Spachmann machte es auf Seiten der Gäste besser und punktete drei Mal in Folge zum Satzausgleich. Am Spielverlauf änderte sich im dritten Durchgang nichts. "Irgendwie kam das Spiel nicht richtig in Fahrt", sah Tado Karlovic weiterhin kleine taktische und technische Fehler auf beiden Seiten. "Da stand für mich schon fest, dass die Schiedsrichter die beiden besten Akteure auf dem Platz waren. Sie erkannten die Nervosität der Spieler und zeigten bei ihren Entscheidungen Fingerspitzengefühl", lobte der Hammelburger Coach. Beim Stand von 17:15 für die Unterfranken überbrachte Matthias Benner Co-Trainer Frank Jansen die Nachricht, dass Neumarkt gegen Zschopau verloren hatte. Als die frohe Botschaft die Spieler erreichte, fiel die ganze nervliche Anspannung von dem Team ab, das anschließend wie befreit aufspielte und seine gewohnte Klasse zeigte. Mit einem finalen Block von Henning Schulte und Michael Schottdorf holten sich die Saale männer die Satzführung.
Doch das bedeutete noch nicht viel. "Wir müssen die drei Punkte mitnehmen", motivierte Oliver Möller das Team, das sich richtig ins Zeug legte. Aldin Dafic spielte flüssiger, Felix Bendikowski und Michael Schottdorf nagelten die Bälle ins gegnerische Feld. Während Mario Radman, "den sie in Bosnien Rocky nennen" (Karlovic), im Block einige Angriffe der Gothaer stoppte, ackerten Henning Schulte, Dominik Seller und Lukas Spachman in der Feldabwehr. Eine 18:8-Führung war der verdiente Lohn. "Jeder dachte, das Ding ist durch, die Spieler nahmen sich eine mentale Pause und schon stand es nur noch 18:13" sah sich Karlovic zum Handeln gezwungen. Er brachte Friedrich Fell und Oscar Benner ins Spiel, die sich gut einfügten und mehrfach punkteten. Als bei der 24:17-Führung für die Jungs aus Franken der Gothaer Aufschlag im Netz hängen blieb, lagen sich alle Hammelburger in den Armen.
Anschließend wurde komplett in den Feier-Modus umgeschaltet. "Ob auf dem Feld, in der Dusche oder beim ersten Bier auf der Tribüne, überall waren die Gesänge zu hören. Wenn es eine kurze Pause gab, stimmte Abteilungsleiter Matthias Benner sofort das nächste Lied an und die Gesänge ließen auch nicht während der zweistündigen Fahrt nach Würzburg nach, wo die Feier bis in die Morgenstunden weiter ging", berichtete Tado Karlovic. Die Meisterschaft ist den Hammelburgern nicht mehr zu nehmen, da bei einer theoretisch noch möglichen Punktgleichheit zunächst die Anzahl der gewonnen Spiele zählt. Und hier liegt der TV/DJK mit 16:13 uneinholbar vor dem Zweiten Neumarkt. "Erst danach gelten Satzverhältnisse, Quotienten und so weiter", erläuterte Matthias Benner. Am nächsten Wochenende kommt es zum Duell mit dem ASV Neumarkt und eine Woche später zum Abschlussspiel gegen den Tabellenletzen VCO Kempfenhausen in der Saaletalhalle. Und in der Heimat feiert man am liebsten nach Siegen.

TV/DJK Hammelburg - TSV Obergünzburg 3:1 (11:25, 25:17, 25:19, 25:21).
Mit einem glatten Sieg über den Tabellenzweiten wahrten die erneut von Olli Möller gecoachten Saaledamen ihre Chancen auf eben diesen zweiten Platz, der zur Relegation berechtigt. Vor dem letzten Spieltag spricht das Satzverhältnis zwar für Obergünzburg, "aber wir wollen mit einem Sieg in Regenstauf Druck machen und geben die Hoffnung nicht auf", verspricht Christin Heim.
Im ersten Satz legten die Gäste nach ausgeglichenem Beginn mit fulminanten Aufschlägen den Grundstein zum Erfolg. "Da haben wir in der Annahme zu viele Fehler gemacht", gestand Christin Heim. Doch mit Beginn des zweiten Durchgangs und Maxi Bindrum als Libera war die Heimmannschaft nicht wiederzuerkennen. "Da darf man keinen hervorheben, das war eine sehr gute Teamleistung. Jeder hat für den anderen gekämpft", sah Christin Heim, dass die Annahme immer sicherer wurde und die Angriffe ihr Ziel fanden. Für den vorentscheidenden Vorsprung sorgte Carina Keilholz, deren Aufschläge bis zum 10:3 fehlerfrei kamen. Nach dem Satzausgleich waren die Saaledamen richtig im Spiel, führten im dritten Durchgang von Beginn an. Gegen Ende des Satzes wackelte die Annahme zwar kurz, aber näher als auf 20:18 ließ der TV/DJK die Gäste nicht herankommen.
Diese besannen sich im vierten Satz auf ihre Aufschlagstärke, führten schnell mit 7:1. Dann kam allerdings Jana Baumgart zum Aufschlag, Punkt für Punkt wurde aufgeholt und der Rückstand in eine 9:8-Führung gedreht. "Da haben wir sie mit ihren eigenen Waffen geschlagen", freute sich Christin Heim. Der Wille zum Sieg war jeder Spielerin anzumerken und Christin Heim zog nach dem Erfolg ein knackiges Fazit: "Geil, geil, geil!"