HSC Bad Neustadt - ESV Lok Pirna 25:24 (15:11).
Hauptsache gewonnen. Viel mehr Positives gibt es kaum zu berichten vom Auftritt des HSC gegen den sieglosen Tabellenvorletzten, der nah dran am Punkterfolg war. Ihre Heimstärke scheint den Unterfranken abhanden gekommen zu sein. Was sich die Rothosen selbst zuzuschreiben haben mit unzähligen Fehlern aller Art. Gerade die Anzahl der Schrittfehler war am Samstagabend exorbitant hoch. Außerdem war das Spiel der Mannen von Margots Valkovskis recht statisch angelegt. Anspiele an den Kreis hatten ebenso Seltenheitswert wie Aktionen über die Außen. Die Hauptlast lag daher auf dem Rückraum, wo zumindest Vilim Leskovec zu gefallen wusste.
Als der HSC kurz vor der Pause auf 15:11 stellte und nach dem Wechsel auf 18:12 erhöhte, schien es dennoch ein ordentlicher Abend für die Saalestädter zu werden. Doch zu früh wurde das Ruhekissen aufgesucht. In den letzten 20 Minuten gelangen den HSC-Akteuren nur noch fünf Treffer. Auch, weil bei den Hausherren wild die Positionen durchgewechselt wurden.
Der Vorsprung war auf 24:23 zusammengeschmolzen, als Maxi Schmitt per Kempa-Trick das 25:23 erzielte. Weil anschließend Pirnas Dusan Milicevic einen von insgesamt sechs Siebenmetern verwandelte, begann das große Zittern in der Bad Neustädter Halle. Da Gary Hines in Zeitnot verwarf, ergab sich für die Ostsachsen die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Acht Sekunden vor Schluss setzte ESVler Milicevic zu einem Wurf von Außen an und landete nach Kontakt mit der Hüfte von Jan Wicklein unsanft im Kreis. Überraschend entschied der Torschiedsrichter auf Stürmerfoul, die zerfahrene Partie war entschieden. "Wir müssen lernen, den Gegner über sechzig Minuten zu dominieren, und nicht nur über vierzig", so Margots Valkovskis in jeder Hinsicht schweißgebadet.
Tore für den HSC: Jan Wicklein (9/2), Vilim Leskovec (6), Emil-Feuchtmann-Perez (3), Maximilian Schmitt (2), Harald Feuchtmann-Perez (2), Margots Valkovskis (1), Gary Hines (1), Goran Djuricin (1).