HSC Bad Neustadt - TSV Rödelsee 29:21 (14:10) - Auf die verletzten Jan Wicklein und Michal Panfil hatte der HSC diesmal verzichten müssen, dafür stand nach langer Verletzungspause Florian Bley auf dem Parkett.
Die Gastgeber gingen durch einen Siebenmeter von Spielmacher Emil Feuchtmann-Perez in Führung. Bis zum 3:2 trafen dann nur Bad Neustädter. Denn die beiden Gäste-Tore erzielte mit Julius Weinhardt ein gebürtiger Saalestädter, der seine handballerische Ausbildung auf dem Schulberg genossen hatte und sich an alter Wirkungsstätte hochmotiviert zeigte. Dessen Nebenleute verpassten beim Stand von 5:4 den Ausgleich, als Jan Kästner mit einem Siebenmeter an Rostislav Badura scheiterte. Den Fehlwurf beantwortete der wuselige Feuchtmann mit dem 6:4, doch eine Zeitstrafe für Goran Djuricin ließ die Partie in den nächsten Minuten kippen mit Treffern von Gabor Csorba und Kästner.

Dies sollte allerdings die letzte Führung des Underdogs sein, der zunächst den Ausgleich durch den diesmal sehr präsenten Margots Valkovskis hinnehmen musste und nach einer Auszeit der Gastgeber durch einen Doppelschlag von Gary Hines sowie Treffern von Vilim Leskovec und Feuchtmann-Perez erstmals deutlich in Rückstand geriet. "Gary hat erneut sehr gut gespielt", lobte der Trainer den US-Amerikaner, der aus allen Positionen heraus torgefährlich war. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Einheimischen die Partie, dann wurde man in der Offensive hektisch und leistete sich unverständliche Patzer. Die nimmermüden Gäste nutzten eine Zeitstrafe von Maxi Schmitt durch ihren gefährlichsten Schützen, den Außen Andreas Paul, zur Resultatsverbesserung.

"Da hat unsere Deckung ein paar Mal nicht aufgepasst, da hätte man besser verteidigen müssen", kritisierte Obinger. Doch ausgerechnet Paul zerstörte die Aufholjagd mit einer Undiszipliniertheit, denn seine Zeitstrafe läutete die dominante Phase der Hausherren ein, die durch Hines, Feuchtmann und Djuricin das vorentscheidende 27:20 erzielten. Trotzdem erregte sich der HSC-Coach über die Schiedsrichterleistung und kassierte für seine kritischen Anmerkungen eine Verwarnung. Die 720 Zuschauer feierten den Sieg der Kurstädter mit großen Applaus, die Mannschaft zeigte sich von der ersten Saisonniederlage acht Tage zuvor völlig unbeeindruckt. "Sobald wir in der Deckung gut stehen dominieren wir ein Spiel auch wieder", so Obinger zufrieden.
Tore für den HSC: Gary Hines (9), Emil Feuchtmann-Perez (6/2), Goran Djuricin (5), Margots Valkovskis (5), Vilim Leskovec (4).