TSV Großbardorf - SpVgg SV Weiden 5:1 (4:0) - Torfolge: 1:0 Markus Lurz (14.), 2:0/3:0 Stefan Piecha (14./39.), 4:0 André Rieß (45.), 5:0 Manuel Leicht (47.), 5:1 Christoph Hegenbart (58.).

"Weiden hatte auch gute Chancen, gerade am Anfang. Da hat uns Klaus Freisinger mit einer überragenden Partie im Spiel gehalten", wusste TSV-Coach Hansjürgen Ragati. Weidens Christoph Hegenbart, in der vergangenen Saison mit 30 Toren einer der Aufstiegs-Garanten, hatte Pech, dass sein Kullerschuss auf der Linie geklärt wurde. Das mit dem fehlenden Glück sollte ein Problem der Oberpfälzer bleiben. Die Gäste waren nämlich mindestens gleichwertig, hatten mehr Ballbesitz. Und eine Problemzone. "Wir wussten, dass sie hinten anfällig sind", sagte später Ragati, dessen Elf eine bemerkenswerte Effizienz an den Tag legte. Beginnend mit dem Führungstreffer von Markus Lurz im Nachsetzen nach einem Eckball. Keine Minute später hatten die Gastgeber auf 2:0 gestellt durch das Traumtor von Stefan Piecha, der das Leder aus 25 Metern punktgenau im Winkel platzierte.

"Die beiden Treffer waren der Türöffner. Danach haben wir uns natürlich leichter getan", analysierte Ragati. Weiden spielte gefällig, durchaus reif in der Spielanlage, das Abseitstor von Peter Schecklmann und die von Freisinger vereitelte Möglichkeit für Sven Kopp verdeutlichen den unglücklichen Auftritt der Spielvereinigung.
Die 210 Zuschauer freuten sich nach der Trinkpause dafür über zwei weitere TSV-Treffer. Weidens bedauernswerter Keeper Dominik Forster hatte zwar die Hände am Ball im Duell mit Alex Mantlik, war aber machtlos beim Kopfball-Abstauber von Stefan Piecha. Und dann erlebten die wenigen Fans einen weiteren wunderschönen Treffer aus der Distanz, für den sich André Rieß feiern lassen durfte. Mittlerweile hatte auch Weiden getroffen. Erst den Innenpfosten, dann ins Tor. Allerdings hatte weder der Assistent noch Schiedsrichter Mario Hofmann (Heroldsbach) gesehen, dass das Leder bei der Rettungsaktion von Freisinger die Linie bereits komplett überschritten hatte.

"Bei Großbardorf war jeder Schuss ein Treffer. Darunter zwei Tore des Monats. Der Grundstein ist gelegt", lautete die Halbzeit-Bilanz von Ludwig Weisenseel, der ob des klaren Spielstandes den Spielort wechselte und sich das Bezirksliga-Derby in Münnerstadt gönnte. Weshalb der Schiedsrichter der DJK Waldberg zwei weitere Treffer verpasste. Unmittelbar nach der Pause hatte Manuel Leicht mit einem platzierten Schuss getroffen, ehe die Weidener tatsächlich ebenfalls ein Erfolgserlebnis hatten mit dem verwandelten Strafstoß von Hegenbart nach dem Handspiel von Manuel Orf. Da hatte das Match aber bereits Testspiel-Charakter, weil die Gallier zu viel Risiko im Spiel nach vorne scheuten, trotzdem noch Chancen für Piecha und Manuel Leicht besaßen, während die Gäste angesichts der vielen Nackenschläge den Glauben in die eigene Stärke längst verloren hatten.
Großbardorf: Freisinger, Orf, Lurz, Zang, Schönwiesner, Kirchner, Kaufmann (46. Rossmann), Rieß (54. Heim), Piecha (77. Stahl), Leicht, Mantlik.