SV Garitz - SpVgg Stegaurach 0:3 (0:2) - Torfolge: 0:1 Marius Renninger (Eigentor/14.), 0:2 Bernd Oberst (Foulelfmeter/21.), 0:3 Christos Makrogiannis (66.) - Rote Karte: Marius Renninger (Garitz/20.).

Wieder gerieten die Grün-Weißen früh in Rückstand, und erneut standen sie 70 Minuten in Unterzahl auf dem Platz. "Da ist es natürlich schwer, ein Spiel zu gewinnen", lautete die Kurzanalyse von Coach Andrzej Sadowski, der hilflos auf der Bank mitansehen musste, wie der Gegner, obwohl selbst keine Übermannschaft, drei Punkte entführte.

Beherzt spielten die Gastgeber zunächst auf, suchten die Offensive und kamen auch zu Gelegenheiten - die wie so oft nicht erfolgreich abgeschlossen wurden. Jedenfalls wurde Konstantin Papadopoulos von Stegaurachs Keeper Bernd Czepluch gebremst (8.). Die defensiv eingestellten Oberfranken kamen nur zaghaft in die gegnerische Hälfte, erzielten aber beim ersten nennenswerten Angriffszug den Führungstreffer. Nach einem Missverständnis zwischen Sandro Cazzella und Henrik Wijn schoss Lukas Braun die Kugel scharf in die Strafraummitte, wo diese von Marius Renninger bei einem Abwehrversuch in den eigenen Kasten gewuchtet wurde. Renninger, der von Sadowski anstelle von Manuel Krieter in der Innenverteidigung aufgestellt wurde, entwickelte sich endgültig zum Unglücksraben, als er nach einem ungeahndeten Foul an Konstantin Papadopoulos in ein Laufduell mit Bernd Oberst gezwungen wurde. Beide gingen im SV-Sechzehner zu Boden, zur Überraschung aller deutete der Unparteiische auf den Kreidepunkt und zeigte zusätzlich den Roten Karton wegen einer - höchst zweifelhaften - Notbremse. Der Gefoulte ließ sich die Chance nicht entgehen und schickte Keeper Christoph Werner ins falsche Eck.

"Wir haben die Fehler gemacht und sind wieder bitter bestraft worden", so SV-Pressesprecher Johannes Werner entsetzt. Stegaurachs Einwechselspieler Alexander Oberst, gleichzeitig Pressesprecher im Verein, fand "dass der Spielverlauf damit auf den Kopf gestellt ist". Der Platzverweis hatte personelle Umstellungen bei den Grün-Weißen zur Folge, für Angreifer David Böhm sollte fortan Michael Mützel die Abwehrreihe stabilisieren. Löblich war die Gegenwehr der Einheimischen nach der Pause, die unverdrossen, aber ohne zählbaren Erfolg um den Anschlusstreffer kämpften. So brachten nach einer Ecke weder Benedikt Lang noch Sebastian Voll die Kugel unter (50.). Die Spielvereinigung haderte sechs Minuten später mit dem Referee, nach klarem Foul von Dominik Schmitt an Stefan Knorz, der danach verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, unterblieb der fällige Pfiff. Zehn Minuten später bedeutete der dritte Gegentreffer die Vorentscheidung. Bei einem Konter in die entblößte SV-Deckung legte Lukas Braun dem mitgelaufenen Christos Makrogiannis auf, der Werner keine Abwehrchance ließ. Der Garitzer Goalie verhinderte Schlimmeres, als er einen Schuss des eingewechselten Alexander Andres von der Torlinie hechtete (78.). "Es unterlaufen uns zur Zeit fast immer dieselben Fehler", konstatierte Sandro Cazzella ernüchtert, "unsere Abwehrfehler werden gnadenlos bestraft. Und in Unterzahl laufen wir dem Gegner ins offene Messer".
Garitz: Werner - Lang, Renninger, Schmitt, Wijn - Glöckler, Krieter (72. Schober), Voll, Cazzella - Papadopoulos (61. Schlereth), Böhm (23. Mützel).