SV Garitz - SV Riedenberg 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Michael Bieber (72.), 2:0 Sandro Cazzella (85.).
Die Garitzer ergriffen den letzten Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt und schafften nach langer Durststrecke den ersten Sieg unter der Regie von Michael Beyfuß. "Wir entwickeln uns zum Lieblingsgegner der Garitzer", stöhnte nach dem Abpfiff Riedenbergs Trainer Marius Kubo, eingedenk der Hinspielniederlage.
Dabei sah es für die Gäste zunächst vielversprechend aus, bereits nach zwei Minuten hatte Philipp Dorn nach Steilpass den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am rechtzeitig herauslaufenden Philipp Werner. Den Nachschuss setzte James Galloway am Tor vorbei. Die Platzherren hielten auf dem Kunstrasenplatz gut dagegen, in der 10. Minute schrammte ein Schuss von Manuel Krieter, dessen Einsatz sich als stabilisierend im Spielaufbau erweisen sollte, am Dorn-Tor vorbei. Ansonsten gab es bis zum Seitenwechsel viel Mittelfeldgeplänkel, wobei die Gäste den Fehler machten, mit vielen hohen Bällen zu operieren, die mehr als ein Mal vom Wind verweht wurden. Torgefahr entsprang auf beiden Seiten aus Standards, so als nach Einwurf von Simon Hergenröder und Kopfballverlängerung von Philipp Dorn der Kopfball von Nicolas Krapf knapp am langen Eck vorbeiflog.

Wesentlich farbiger wurde die Partie im zweiten Durchgang. Simon Hergenröder hatte die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Werner und setzte den Nachschuss an den Pfosten. Auf der Gegenseite riss Florian Dorn die Fäuste rechtzeitig bei einem Freistoß von Sandro Cazzella hoch (65.), im Gegenzug vergeigte Krapf die mögliche Führung kläglich. Allein auf den Garitzer Goalie zustrebend, verzichtete er auf den Schuss und legte das Leder nochmals quer - ins Nichts. "Da muss er selbst schießen", haderte später sein Trainer, die Strafe folgte auf dem Fuß. Eine Minute später holte Tobias Ehrenberg eine Ecke heraus, die von Cazzella hereingebracht wurde. Die Kugel landete auf dem Kopf des sträflich unbewachten Michael Bieber, der sie unter die Latte setzte. Die Ausgleichsbemühungen der Gäste blieben danach Stückwerk. "Es haben die flachen Zuspiele in die Spitze gefehlt", schimpfte Philipp Dorn.

Nachdem sich auch noch ein Kopfball von Galloway nach Freistoß von Manuel Schuhmann, der für Thomas Vorndran in der Innenverteidigung agierte, am langen Eck vorbeisenkte, schlug das bisherige Schlusslicht noch einmal zu. Nach einer Freistoßflanke von Bieber von der Mittellinie aus nahm Cazzella den Ball mit der Brust an, sein Heber schlug über Florian Dorn hinweg im langen Eck ein. Dass der Torschütze sich dabei einen Schnürsenkel abriss, war zu verschmerzen. "Der Sieg war lebenswichtig", meinte nach dem Abpfiff von Schiri Simon Neubert (Wiesenbronn) der Garitzer Abteilungsleiter Bernhard Schmitt, der allerdings weiter auf eine lange Verletztenliste blickt. In dieser taucht jetzt zusätzlich Christoph Schießer auf, der sich im letzten Training eine möglicherweise schwere Handverletzung zuzog. Die personelle Situation hat sich bei den Gästen, die nach sechs ungeschlagenen Partien erstmals wieder verloren, insofern nicht geändert, weil Dominik Fröhlich zwar sein Comeback feierte, nun aber Max Schultheiss (Oberschenkelblessur) ausfallen dürfte.
Garitz: Werner - Alles, Bieber, M. Niebling, Lang - Herold, Cazzella, Krieter, Schmitt - Ehrenberg, B. Niebling (77. Schildt).
Riedenberg: Fl. Dorn - D. Dorn, Schaab, Schuhmann, Schultheiss (62. Seuring) - S. Hergenröder (80. Fröhlich), Carton, Ch. Dorn (80. Schäfer), Krapf - Ph. Dorn, Galloway.

TSV Münnerstadt - DJK Oberschwarzach/Wiebelsberg 0:0. Tore: Fehlanzeige.
"Die Begegnung bewegte sich am unteren Rand des Bezirksliga-Niveaus", berichtete TSV-Vorstand Günther Scheuring, was zur Schlussfolgerung führt, dass die Zuschauer zwar an der frischen Luft waren, aber wenig Erquickliches sahen. Dies lag zum einen an den Lauerstädtern, die nach überlegenen zehn Minuten sich auf das Zweikampfspiel der Steigerwälder einließen und es zunehmend mit langen Bällen versuchten. Das Kombinationsspiel wurde vom Gast schon im Ansatz erstickt, "Torchancen ergaben sich nur zufällig und beruhten nicht auf überlegten Kombinationen" (Scheuring). Die DJKler ihrerseits waren an einer Offensive wenig interessiert, versuchten das Tempo zu verschleppen, was ihren Regisseuren Simon Müller und Spielertrainer Alexander Greß auch gut gelang. Die Torhüter mussten, da ihre Vorderleute alles im Griff hatten, fast nicht eingreifen. Johannes Wolf (TSV) und sein Gegenüber Sebastian Solf liefen Gefahr, sich eine Erkältung zuzuziehen. Auch nach der Pause änderte sich in einer Begegnung, die für Schiedsrichter Peter Flach (Würzburg) keine nennenswerte Prüfung darstellte, wenig am Stillhalteabkommen, beide Teams waren sichtlich darauf erpicht, nicht in Rückstand zu geraten. Ihre Angriffsspitzen hingen ziemlich in der Luft, so sah sich Julian Göller zeitweise von drei Gegenspielern umringt. Da auch die Hereingaben unpräzise waren, sah sich der TSV-Torjäger mattgesetzt. Der heimische Coach Adrian Gahn brachte nach einer Stunde mit dem leicht angeschlagenen Fabian May und dem langzeitverletzten Ahmet Coprak frische Kräfte, doch auch diese Maßnahme zeitigte keinen Erfolg. Da sich auch Weitschüsse als kein probates Mittel erwiesen, schleppte sich das Spiel so dahin und entwickelte keine Spannung. Beide Seiten schienen früh mit dem Remis zufrieden zu sein, da es ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle stabilisiert. "Nach so einem Spiel kann man mit dem einen Punkt nur zufrieden sein", so Scheuring abschließend, zukünftig erhofft er sich aber wieder Erfolge hinsichtlich des angestrebten 40-Punkte-Vorhabens.
Münnerstadt: Wolf - D. Mangold (68. Coprak), Kanz, Nöth ling, Müller - Kraus, Schmitt, Markart, Geis - Göller, Kröckel (61. May).

DJK Schwebenried/Schwemmelsbach - FC Fuchsstadt 1:0 (1:0). Tor: Daniel Greubel (5.). Gelb-rot: Thomas Cäsar (79., Schwebenried).
War es das schon in Sachen Meisterschaft? "Die DJK spielt ausgesprochen clever, hat routinierte Leute und wird sich wahrscheinlich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen", sagte FC-Coach Dirk Züchner nach der Niederlage im Topspiel vor 500 Zuschauern. Das einzige Tor fiel bereits nach wenigen Minuten. Nach einem Foul von FCler Marcel Plehn verwandelte Daniel Greubel, der schon in den Vorjahren in Gochsheim als Experte galt, einen Freistoß direkt und unhaltbar für Marc Rösler. Die Züchner-Elf dominierte das Geschehen, doch vielversprechende Chancen ergaben sich gegen die zwei Viererketten des Tabellenführers kaum. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Johannes Feser auf dem Fuß, als DJK-Keeper Nicolas Herold zur Stelle war. Die Elf von Mario Schindler versuchte den Vorsprung über gelegentliche Konter auszubauen, doch dies geschah nur halbherzig. "In der zweiten Halbzeit waren wir vielleicht zu ungeduldig", resümierte später FC-Co-Trainer Achim Schaupp, "wir haben zu viel mit langen Bällen operiert". Tatsächlich spielte das den Hausherren in die Karten, die ihre Kopfballstärke in der Abwehr zum Tragen brachten und selbst die hochaufgeschossenen Feser und Plehn kaum zur Entfaltung kommen ließen. In Unterzahl war überhaupt kein DJKler mehr in der gegnerischen Hälfte zu sichten, jetzt wurde mit Mann und Maus, mit Glück und Verstand der Vorsprung verteidigt. "Wir wussten, dass wir den offensivstarken Fuchsstädtern nicht ins Messer laufen durften", verteidigte DJK-Abteilungsleiter Jürgen Stürmer die Taktik, "wenn du vorne stehst, gewinnst du halt auch ein typisches 0:0-Spiel".
Fuchsstadt: Rösler - Heinlein, Thurn, Plehn, Lieb - Bold (46. T. Stöth), P. Stöth, Bolz, Bayer (74. Tretter) - Höppner, Feser.

SV Mühlhausen/Schraudenbach - FC 06 Bad Kissingen 2:4 (1:3). Tore: 0:1, 0:2 Ervin Gergely (6., 9.), 0:3 Maxi Wehner (20.), 1:3 Marcel Hannwacker (36.), 2:3 Christian Knaup (47.), 2:4 Yannic Franz (94.).
Das angekündigte "Sechs-Punkte"-Spiel im Kampf gegen den Abstieg entschieden die 06-er für sich, da sie die im Abschluss cleverere Mannschaft waren, in der Deckung sicherer standen und die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entschieden. Die Schützlinge von Thomas Lutz gingen durch Ervin Gergely nach Vorarbeit von Christian Laus in Führung, drei Minuten später schlug der FC-Goalgetter nach flacher Hereingabe von Nico Limpert ein zweites Mal zu. Die Gastgeber reagierten geschockt, präsentierten sich in der Deckung ohne ihren gesperrten Manndecker Moritz Rumpel unsortiert und schienen nach dem Treffer von Maxi Weh ner, der eine Hereingabe von Mario Wirth in die Maschen verlängerte, schnurstracks in eine Niederlage zu marschieren. Aus dem Nichts heraus verkürzte die Forner-Elf auf 1:3, "was natürlich für deren Moral gut war", so FC-Pressesprecher Helmut Hahn. Dieser erlebte noch vor dem Seitenwechsel einen Lattentreffer von Christian Laus (40.), aber statt des möglichen 1:4 stand es gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs 2:3, als Christian Knaup dem angeschlagen ins Spiel gegangenen Jörg Schaffelhofer keine Abwehrmöglichkeit ließ. Es folgte erwartungsgemäß ein Anrennen der SVler, die Lutz-Elf lief Konter, dabei schlug ein Schuss von Gergely ans Quergestänge (72.). In der zunehmend hektisch werdenden Auseinandersetzung musste Adnan Hamzic verletzt vom Rasen, der für ihn eingewechselte Yannic Franz setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Der Neuzugang setzte zu einem Solo an, umspielte zwei SVler und sicherte die wertvollen Punkte endgültig ab.
Bad Kissingen: Schaffelhofer - Wehner (63. Ament), Hamzic (79. Franz), Heilmann, Hofmann - Dittrich, Laus, Heimerl, Wirth (46. Wedlich) - Gergely, Limpert.