SC Feucht - TSV Großbardorf.
Zwei Sieger des ersten Spieltags der Bayernliga Nord stehen sich in der schmucken Feuchter Arena an diesem Mittwoch gegenüber. Denn der gastgebende SC setzte sich bei Don Bosco Bamberg mit 1:0 durch und die Grabfeld-Gallier besiegten in der heimischen Arena den FC Sand klar mit 3:0. An das Feuchter Stadion haben die Bardorfer allerbeste Erinnerungen. Als man in der Saison 2006/07 im Tabellenkeller rumkrebste und in akuter Abstiegsgefahr schwebte, siegte man am letzten Spieltag mit 2:1 beim SC und rettete sich unter "Drei-Wochen-Trainer" Andreas Lampert in die Relegation. In dieser rang man - ebenfalls im Feuchter Stadion - nach einem 0:2-Rückstand Schalding-Heining noch mit 3:2 nieder und blieb so in der Bayernliga.
Mit der Vorstellung seiner Mannschaft im Auftaktspiel zeigte sich Trainer Dominik Schönhöfer zufrieden. "Wir haben eine gute Leistung abgeliefert. Vor allem haben wir aggressiv agiert und so die Sander nicht zur Entfaltung kommen lassen. Es war eine insgesamt gelungene Auftaktveranstaltung, zu der auch unser Spiel beigetragen hat. Dieses positive Gefühl müssen wir mit ins zweite Match nehmen. Alle meine Spieler wissen aber auch, dass die Partie wieder bei Null anfängt. Jeder muss wieder an seine Grenzen gehen und wieder so aggressiv agieren wie zuletzt", fordert der TSV-Coach. Er ist sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst. "Wenn man auf ungewohntem Kunstrasen in Bamberg gewinnt, sagt das alles über die Qualität aus. Der SC stellt eine clevere und routinierte Mannschaft, die eine starke Offensive besitzt. Auch in der Defensive haben sie im ersten Spiel kaum etwas zugelassen", weiß Schönhöfer. "Sie können aus wenig viel machen."
Das erwartet auch Marcel Wehr, der nach Jahren der Abwesenheit (VfR Aalen und SpVgg Neckarelz) wieder in die Heimat zurückgekehrt ist und nun wieder das TSV-Gehäuse hütet. "Es wird sicher ein schwieriges Spiel. Feucht wird mit der Euphorie eines Aufsteigers und des ersten Dreiers in die Partie gehen. Wir müssen an die Sander Vorstellung anknüpfen und wieder so aggressiv auftreten. Wir dürfen ihnen keine Luft zum Atmen geben." In Anbetracht der guten Leistung seiner Mannschaft ist dem Sälzer nicht bange. "Ich rechne uns was aus. Unser Trainerteam wird uns schon einen guten Matchplan mit auf den Weg geben", gibt sich der eben 25 gewordene Wehr zuversichtlich. Er hat in Großbardorf einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. "Ich selbst will eine gute Runde spielen und der Mannschaft durch gute Leistungen helfen", sagt der Verkaufsberater für Neu- und Gebrauchtwagen.
Personell kann Schönhöfer nicht ganz auf den Kader des Eröffnungsspiels zurückgreifen, obwohl alle fit sind. Denn der gegen Sand starke André Rieß muss studienbedingt passen. Sicher ist aber, dass neben Daniel Kornagel auch Shaban Rogovaj, der ebenfalls erst spät unter Vertrag genommen wurde und vom FC 05 Schweinfurt zu den Grabfeldern stieß, erstmals zum Kader gehören wird. mad