"Mit der Meisterschaft habe ich eigentlich nicht gerechnet", freute sich Arthur Trebacz, der Trainer des FC Bad Brückenau. Hinter den Spfr. Herbstadt belegte der TSV Rannungen Platz drei, der wegen der Niederlage gegen die TSVgg Hausen knapp den Sprung auf Platz zwei verpasste. Möglicherweise darf auch noch der TSV an der Bezirksmeisterschaft, für die der FC Hammelburg als Veranstalter vorqualifiziert ist, teilnehmen. "Das ist davon abhängig, wer sich aus den anderen Kreisen einen Qualifikationsplatz sichert", so Kreisspielleiter Michael Ritter.

Es gab teilweise überharte Begegnungen, die Unparteiischen hatten in einigen Begegnungen alle Hände voll zu tun, um ein regelkonformes Spiel zu garantieren. "Es gibt immer noch zu viele Zweikämpfe" meinte dazu der Salzer Trainer Leo Gerlach. Der war mit dem Auftritt seiner jungen Truppe zufrieden. "Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir nur noch mit dem Futsal-Ball in der Halle trainieren." Herbstadt hatte in Jochen Kneuer, einem etatmäßigen Feldspieler, den überragenden Keeper des Turnieres im Kasten. Nicht viel schlechter hielt Bad Brückenaus Keeper Alex Gartung, der sich normalerweise auch in der FC-Offensive bewegt. "Wir haben Probleme mit dieser Art des Fußballs", konstatierte Kreis-Juniorenleiter Rainer Lochmüller. "Ich vermisse einfach die technisch guten Spieler, die Teilnahme des TSV Großbardorf und des TSV Aubstadt wäre sehr wünschenswert." Wäre Futsal ansehnlicher, wäre wohl auch das Interesse bei den Fans größer.

"Beim Qualifikationsturnier einen Tag vorher war die Stimmung toll", berichtete Herbstadts Bastian Zwick, "beim Futsal war eher tote Hose". Am Vortag qualifizierten sich seine Sportfreunde als Zweiter mit dem Sieger DJK Eichenhausen für die Kreismeisterschaften. Als einziges Landkreisteam belegte der TSV Rothhausen/ Thundorf in seiner Gruppe nur Platz fünf.

Die Futsal-Siegerelf hofft auf ein gewachsenes Selbstvertrauen, "zumal wir uns in der Winterpause personell verstärkt haben und den Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben haben", so Trebacz, der mehrere Neuzugänge in der laufenden Winterpause ankündigte, aber noch nicht ins Detail gehen wollte.