Bei der Bad Kissinger Stadtmeisterschaft setzte sich mit dem FC 06 Bad Kissingen einer von zwei Turnierfavoriten durch, der andere, der Bezirksligist SV Garitz landete überraschend nur auf Platz vier.
Bei der samstäglichen Vorrunde hielten sich die Teams in der Vorrundengruppe A mit dem Toreschießen vornehm zurück. Schon im Auftaktmatch kamen die 06er gegen den TSV Reiterswiesen, der sich insgesamt recht stark präsentierte, nicht über eine Nullnummer hinaus. Auch das zweite Match der TSVler, diesmal gegen den Post-SV, endete torlos. Der Post-SV seinerseits hatte zuvor schon gegen den TV Jahn Winkels einen Punkt ergattert und musste sich nach hartem Kampf knapp mit 0:1 den Kameraden aus dem Sportpark geschlagen geben. Diese hatten den TV Jahn in einer recht einseitigen Partie, die Winkelser verloren zudem ihr Talent Felix Mast wegen einer Schulterverletzung frühzeitig, mit 6:0 geschlagen. Ohne Gegentreffer belegte so der Kreisligist Platz eins, für das Elfmeterschießen um Platz drei qualifizierte sich der TSV Reiterswiesen.
In der Gruppe B lief für die Garitzer zunächst alles planmäßig, die Erfolge (1:0 gegen Arnshausen und 4:0 gegen Albertshausen) waren standesgemäß. Gegen den nunmehrigen A-Klassisten TSVgg Hausen waren ebenfalls drei Punkte eingeplant, doch gegen die stark defensiven Häusler um ihren neuen Spielertrainer Frank Dölling war es mit dem Toreschießen wie verhext. Umso bitterer war dann der Gegentreffer, der nicht nur den Spielverlust, sondern auch die Tabellenführung aufgrund des direkten Vergleichs kostete. Die Häusler präsentierten sich zuvor schon gut in Schuss, die 1:3-Niederlage gegen den TSV Arnshausen war aufgrund des Ligaunterschiedes keine Sensation. Die Arnshausener ihrerseits verpassten durch ein torloses Remis gegen die wackeren Albertshausener den möglichen Sprung ins Finale.
"Wenn es nicht läuft, dann läuft's halt nicht", kommentierte der Garitzer Verteidiger Christoph Baier das Elfmeterschießen, zwei Fehlschüsse führten gegen die treffsichereren Reiterswiesener zu Platz vier.
Im Finale bot FC-Coach Rüdiger Klug vornehmlich junge Spieler auf, die von den erfahrenen Strategen Christian Laus und Mario Wirth prima geführt wurden. Letzterer brachte die Weiß-Blauen mit sattem Schuss unter die Latte bereits nach drei Minuten in Führung. FC-Goalie Jörg Schaffelhofer hatte sehr wenig zu tun, nach einer Viertelstunde aber Glück, dass Patrick Häfner auf Vorarbeit von Patrick Fichte das Leder knapp am Tor vorbeigrätschte. Als Marcel Greubel nach einer halben Stunde im Hausener Sechzehner von den Beinen geholt wurde, verwandelte Christian Laus den Strafstoß gekonnt. Mit einem Hinterhaltsschuss kurz vor Seitenwechsel sorgte Fabio Stockerl für die frühe Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang wurde die Begegnung noch einseitiger, gerade der jetzt eingewechselte Max Hüfner, Sohn der Thulbaer Legende Alex Hüfner, machte über die rechte Seite viel Druck. Der aufgerückte Verteidiger Nico Limpert, erneut Mario Wirth und Timo Schmitt mit Strafstoß sorgten für ein deutliches Ergebnis. "Ich bin mit den Jungs sehr zufrieden", so Rüdiger Klug, ins gleiche Horn stieß Hausens Vorsitzender Ecki Fehr, "ich hoffe, dass der unerwartete Finaleinzug unseren Spielern Selbstvertrauen zum Ligaauftakt verschafft".
Grund zum Jubel hatten dafür die Hausener Alten Herren, die in einer spannenden Auseinandersetzung mit 3:2 die Oberhand über den TV Jahn Winkels behielten. Dieser war durch Jan Mast in Führung gegangen, durch Treffer von Jürgen Kunze und Sascha Vieth in Rückstand geraten. Als Andrzej Razvaliaev zum 2:2 einschob, roch es schon nach einem Elfmeterschießen, doch kurz vor Schluss schlug ein unhaltbarer Schrägschuss von Sascha Vieth im Jahn-Kasten ein. Die Organisation des dreitägigen Turnieres durch den FC Poppenroth war tadellos, das teilweise recht schlechte Wetter, gerade bei den AH-Halbfinals am Freitagabend, verhinderte eine größere Kulisse.