Nein, ein richtig schlechtes Regionalliga-Spiel war"s nicht. Tempo? O.k. Zweikampfintensität? O.k. Abwehrverhalten? O.k. Und zwar jeweils beidseitig. Nur - und das gab deutliche Abzüge in der B-Note: In Sachen Kombinationsfluss und Torraumszenen gereichte es bestenfalls zu einer Vier minus. Dabei war zeitig angerichtet für ein rassiges Hin und Her, denn schon nach gut zwei Minuten vollendete Kevin Fery eine Krautschneider-Hereingabe lässig zum 1:0. Was für die Schweinfurter noch schmissiger hätte werden können, wenn Tom Jäckel, von Fery toll freigespielt, sich allein vor Mario Aller zu einem Lupfer entschlossen hätte. Doch gegen den Flachschuss blieb der Bamberger Torwart Sieger (19.).

Das war aber auch die letzte Möglichkeit, den FC 05 vorzeitig auf den rechten Weg zu geleiten. Denn die Bamberger, anders als im Hinspiel nicht frühzeitig durch einen Platzverweis dezimiert, wurstelten sich Stück für Stück ins Geschehen. Und kamen zu Ausgleichchancen durch Lukas Dotzler (20. 31.), der erst nicht registrierte, dass 05-Keeper Felix Reusch zu weit vor dem Tor stand, dann an eben diesem scheiterte. Kurz darauf musste Dotzler verletzt raus, ein Schicksal, das bereits nach 14 Minuten den Schweinfurter Andreas Bauer ereilt hatte; ganz bitter für den ehemaligen Kickers-Akteur, der seit seinem Wechsel aus Würzburg lange verletzt war und erst zum ersten Mal eingesetzt werden konnte.

Nach einer Stunde spätestens war das mit der Vier minus und der ordentlichen A-Note nur noch schwer aufrecht zu erhalten. Denn die Bamberger bemühten sich zwar zunehmend um viel Ballbesitz, fanden aber kein kreatives Mittel gegen die wacker ackernden Schweinfurter. So mussten die unermüdlich anfeuernden 05-Fans nur ein einziges Mal kurz den Atem anhalten: Der 20-m-Schuss von Benjamin Kauffmann touchierte die Oberkante der Latte (79.). Dass die Nullfünfer in der Spieleröffnung kaum mehr zu zielgerichteten Stafetten kamen, lag sicher auch daran, dass mit Fery kurz vor der Pause ausgerechnet der konstanteste Grün-Weiße verletzt vom Platz gemusst hatte. Krämer/Kraus auf der Doppelsechs fehlte es aber auch an der zentralen Anspielstation, weil Philipp Kleinhenz nicht recht ins Gefüge fand.

Doch wen wollte das im Sachs-Stadion außer den handverlesenen Eintracht-Fans grämen: Endlich wieder drei Punkte, noch dazu gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf - nach dem Wie fragt schon nach einer Woche kein Mensch mehr.
Schweinfurt: Reusch - Bauer (14. Häcker), Man. Müller, Bechmann, Pigl - Krämer, Fery (43. Kleinhenz) - Mache, Kraus, Krautschneider (90.+1 Dußler) - Jäckel.