SV Seligenporten - FC 05 Schweinfurt 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Thomas Roas (68.), 2:0 Dominik Stolz (74.).
Zu harmlos im Spiel nach vorne waren die "Schnüdel" einmal mehr und konnten auf die Tempoerhöhung der Hausherren nach der Halbzeitpause nicht mehr reagieren, kamen nicht mehr so recht hinter den flinken Angreifern her. "Wir hatten keinen Zugriff mehr", räumte Klaus hernach ein. "Phasenweise hat Seligenporten uns an die Wand gespielt."

Ein guter Beginn

Die Anfangsviertelstunde gehörte den taktisch bestens organisierten Gästen, wenngleich nach vorne recht wenig ging. Defensiv wurde die Mannschaft wenig gefordert, lediglich Cem Ekinci wirbelte das eine oder andere Mal rund um den FC-Strafraum, doch mit Ausnahme eines Schusses ans Außennetz sprang dabei ebenso wenig Torgefahr heraus, wie die Schweinfurter über die gesamte erste Hälfte heraufbeschworen. Brenzlig wurde es für den FC 05 erst nach 41 Minuten, als Michael Brandl sich in guter Schussposition im Strafraum verzettelte.

Die richtigen Worte - leider

SV-Trainer Florian Schlicker fand in der Kabine zum Leidwesen der "Schnüdel" die richtigen Worte, denn Seligenporten kam mit deutlich mehr Dampf aus der Halbzeitpause. Mit zwei Glanzparaden hielt der bärenstarke Christopher Pfeiffer das torlose Remis zunächst noch fest, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Thomas Roas traf zum verdienten Führungstor, Dominik Stolz legte nur sechs Minuten später nach. Die Gäste suchten nach der raschen Antwort, hatten aber das Pech eines Abstiegskandidaten. Nach Peter Heyers abgewehrtem Torschuss wurde der zweite Versuch des eingewechselten Marino Müller auf der Torlinie geklärt - es wäre ein guter Zeitpunkt für den ersten Treffer des Winter-Neuzuganges aus Fürth gewesen.

Starker Christopher Pfeiffer

So aber hätten die Hausherren das Ergebnis durchaus auch noch deutlicher gestalten können, wäre Pfeiffer nicht bei mehreren Kontern auf dem Posten gewesen. Was bleibt, ist eine über weite Strecken ordentliche Vorstellung des FC 05 - und doch eine verdiente Pleite, bei der man sich auch über weitere Gegentreffer nicht hätte beklagen können. Zu allem Überfluss holte sich Florian Hetzel seine fünfte gelbe Karte ab und wird am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen den FV Illertissen fehlen. Dann kommt ohnehin ein Gegner ins Willy-Sachs-Stadion, gegen welchen ein Punktgewinn schon arg überraschend wäre. Die Situation wird nicht einfacher. spion
FC Schweinfurt 05: Pfeiffer - Messingschlager, Janz, Hetzel, Lunz - Krämer (60. Müller), Sharityar - Häcker, Kraus (46. Schebak), Krautschneider - Jäckel (72. Hey