SG Mintraching/Neutraubling - SG Garitz/Nüdlingen 22:15 (12:7) - "In der Entwicklung von jungen Spielerinnen kommen Rückschläge halt vor. Aber der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige", sagt SG-Trainer Harun Tucovic. Was passte, war die Defensivleistung. 22 Gegentreffer gegen einen starken Kontrahenten sind in Ordnung. "Damit kann ich zufrieden sein. Nicht aber mit unserer Vorstellung im Angriff und Positionsspiel", kritisiert Tucovic. "Wir haben ungewöhnlich viele Fehler gemacht und kaum Tore aus der ersten oder zweiter Welle. Damit haben wir den Gegner mit einer zugegeben guten Torfrau stärker gemacht als er eigentlich ist."

Die Wucht im Angriff fehlt

Ein gutes Dutzend Fans hatte die Mannschaft auf die weite Reise in die Oberpfalz begleitet und sah offensiv tatsächlich wenig Erbauliches. Was seine Gründe hatte. Lisa Wenzke war angeschlagen, Natascha Will fehlte aufgrund einer Grippe gänzlich. Und damit eine gewisse Wucht im Angriff, die nötig gewesen wäre gegen den Verfolger aus dem Landkreis Regensburg. Die geplante Aufholjagd nach dem Wechsel war auch deshalb zum Scheitern verurteilt, weil sich die SG-Damen in den zweiten 30 Minuten gleich sechs Zeitstrafen einhandelten.

Ein zu großes Handicap gegen einen guten Gegner, der seine Spitzenstellung untermauerte. "Vielleicht war es eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt, aus der wir die richtigen Schlüsse ziehen werden. Ab sofort beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstag gegen Nabburg", so der Trainer. Das Mannschafts essen sollte jedenfalls nicht unter der Niederlage leiden. "Wir machen uns einen schönen Tag und werden sicher nicht zu viel über dieses Spiel reden", kündigte Tucovic an. Auch das macht ein gutes Team aus: sich nicht zu lange mit der Vergangenheit beschäftigen.

Tore für die SG: Lisa Wenzke (5/2), Sabrina Kleinhenz (2), Anna Kleinhenz (2), Julia Albert (2), Claudia Pfleger (2/1), Franziska Thomas (1), Anna Zimmer (1).