TV Helmbrechts - SG Garitz/Nüdlingen 25:25 (13:13).
Mit dem Remis im Hexenkessel der Goebel-Sporthalle konnte der Meister gut leben, der schulisch und beruflich bedingt mit ausgedünntem Kader nach Oberfranken fuhr. Und auf einen extrem motivierten Gegner traf, der mit der Punkteteilung zumindest den direkten Abstieg verhindern konnte.

"Wir wollten alles geben, um die Saison positiv zu beenden", sagte SG-Trainer Harun Tucovic, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft absolut einverstanden war. In einem ausgeglichenen Spiel, in dem die Gäste in der ersten Halbzeit nach gutem Beginn meist knapp führten. Und die großgewachsene Rückraum-Spielerin des Gegners in der 5:1-Abwehr gut im Griff hatten. Was nicht passte, war die Leistung der Unparteiischen, die nicht das gleiche Maß anlegten in ihrer Bewertung - zu Ungunsten der Unterfranken, die nach dem Wechsel immer wieder einem Rückstand hinterher hechelten und beim 20:23 geschlagen schienen.
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"Dann ging ein Ruck durch die Mannschaft", zeigte sich Tucovic angetan von der Leistung der SG-Frauen. Vor allem Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke gingen einmal mehr voran, wie auch Torfrau Stephanie Piske, die kurz vor Spielende einen Siebenmeter parierte und den Abpraller spektakulär entschärfte. 30 Sekunden vor der Schluss-Sirene legten die Gäste sogar vor - exakt für 23 Sekunden. Der finale Angriff über Franziska Thomas sollte nicht gelingen.

"Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung", findet Harun Tucovic, der wohl auch in der kommenden Saison der SG-Trainer sein wird. "Wir müssen uns noch einmal zusammensetzen. Von meiner Seite aus spricht grundsätzlich nichts dagegen. Für die Bayernliga müssen wir uns in einigen Punkten aber sicher anders aufstellen, auch wenn das Team insgesamt einen Schritt nach vorne gemacht hat."
Tore für die SG: Sabrina Kleinhenz (8/2), Lisa Wenzke (7/1), Julia Albert (4), Carolin Annon (3), Franziska Thomas (2), Nina Barnickel (1).