FC 05 Schweinfurt - SV Seligenporten 2:2 (1:2). Tore: 1:0 Pablo Pigl (13.), 1:1 Patrick Schwesinger (25.), 1:2 Christopher Schaab (42.), 2:2 Max Schebak (83.). Bes. Vorkommnis: Steffen Krautschneider (Schweinfurt) verschießt Foulelfmeter (5.).
Schlecht gespielt, mit Glück einen Punkt geholt und die Nerven der Fans ganz schön strapaziert, das ist die Bilanz des Unentschiedens des FC 05 Schweinfurt gegen den Tabellenletzten SV Seligenporten. Erst sechs Minuten vor dem Ende sicherte der eingewechselte Max Schebak den einen Punkt.

Schon in der zweiten Minute sorgte Schweinfurts Steffen Krautschneider für erstes Haareraufen bei seinem Coach Gerd Klaus. Bei seinem Elfmeter zielte er so genau, dass der Ball zwei Zentimeter links am Pfosten vorbei ging - die Top-Chance vergeben, nachdem Florian Jakl Michael Kraus einigermaßen dümmlich gefoult hatte. In der zehnten Minute der nächste Wackler, FC-05-Keeper Felix Reusch musste zum ersten Mal gegen den quirligen SVS-Stürmer Patrick Schwesinger retten. Doch dann sorgte Pablo Pigl erstmal für Ruhe, schön in Szene gesetzt von Daniel Mache traf der Ex-Augsburger per Beinschuss gegen Dominik Brunnhübner zum 1:0 für Schweinfurt. Der FC 05 setzte zwei Top-Chancen oben drauf, doch sowohl Steffen Krautschneider als auch Johannes Bechmann (21., 23.) trafen aus aussichtsreicher Position nicht. Das rächte sich bitter: In der 25. Minute spielte die FC-Abwehr auf Abseits, es war aber keines beim langen Ball aus dem Seligenportener Mittelfeld, den
Patrick Schwesinger abgezockt zum Ausgleich verwertete.

Gerd Klaus war sichtlich bedient, nicht nur wegen der vielen Sorgen, die er im Lauf der Woche wegen des (in der B-Probe bestätigten) Doping-Falls Mensah, des Rücktritts des sportlichen Leiters Rüdiger Mauder oder der wetterbedingten Trainingswidrigkeiten hatte. Schon nach 30 Minuten schickte er alle Ersatzspieler zum Aufwärmen. Und nach 42 Minuten dürfte ihm klar gewesen sein, dass die Pausenansprache dieses Mal lauter sein muss: Ein grotesker Patzer von Philipp Kleinhenz und Manuel Müller im eigenen Strafraum ermöglichte Christopher Schaab vor 979 Fans das 2:1 für Seligenporten.

In der zweiten Hälfte brachte Klaus dann zunächst Kevin Fery für Philipp Kleinhenz. Das brachte zwar mehr Ruhe im Spielaufbau, das Fehlen der beiden etatmäßigen Stürmer Marino Müller (Rotsperre) und Tom Jäckel (Gelbsperre) war aber augenfällig. Schweinfurt tat sich sichtlich schwer gegen die gut gestaffelten Oberpfälzer. Schwungvolles Kombinieren auf dem schwer zu bespielenden Platz war kaum möglich, es fehlte aber auch der nötige Zug zum Tor. Erst in der 74. Minute gab es bei einem Standard die erste nennenswerte Chance für den FC 05, als Kapitän Bastian Lunz per Freistoß SVS-Keeper Brunnhübner zu einer Glanzparade zwang. Symptomatisch für das Match der Ausgleich: Nach einem Eckball wurde Max Schebak aus fünf Metern vom SVS-Torhüter angeschossen, der Ball landete im Gästetor und die Erleichterung war mit Händen zu greifen. oli
Schweinfurt: Reusch - Lunz, Bechmann, Man. Müller, Pigl - Krämer , Kleinhenz (46. Fery) - Krautschneider, Kraus, Mache - Häcker (63. Schebak).