Volleyball-Erfolge gehören zu Hammelburg wie die Saale und der Wein. Aber Podestplätze bei Deutschen Meisterschaften sind auch für die TV/DJK-Asse immer noch etwas Besonderes. Entsprechend ausgelassen war der Jubel über den dritten Platz bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Volleyballer in Minden. Eine bemerkenswerte Veranstaltung mit sieben Turnieren in vier Altersklassen. Männer und Frauen boten spannende und hochklassige Spiele. Keine Überraschung angesichts der hochkarätigen Besetzung. Mit internationalen Stars wie Jörg Amann, der bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney mit Partner Axel Hager Bronzemedaillen-Gewinner am legendären Bondi-Beach war, als auch zahlreichen ehemaligen National- und Bundesligaspielern.
Die Hammelburger Frauen (Seniorinnen III) reisten nach der Vize-Meisterschaft im Vorjahr mit großen Erwartungen in den Norden. Verstärkt wurde das Team diesmal durch die Neuzugänge Conny Franke, Beate Liebschner und Fritzi Rehkamp. Betreut wurde die bunt gemischte Truppe aus ehemaligen Bayernliga-, Bundeliga- und Nationalspielerinnen vom Hammelburger Erfolgscoach Frank Otter.

Satzgewinn gegen den Meister

Nach den klaren Gruppensiegen gegen Tübingen und Hamburg trafen die Saalestädterinnen im Viertelfinale auf den BBSC Berlin, setzten sich in einem hart umkämpften Match im Tie-Break mit 15:12 durch und qualifizierten sich damit für das Halbfinale. Erschöpft, aber glücklich gingen die Mädels an diesem Abend zur Player's Party der "großen Menschen". Über 1000 Volleyballer freuen jedes Jahr sich auf ein Wiedersehen.

Der Finaltag forderte von den Hammelburgerinnen alles. Im Halbfinale gegen den TuS Waldniel mussten sich die Unterfranken erst im Tie-Break geschlagen geben. Es sollte hernach ein kleiner Trost sein, als einziges Team dem späteren Deutschen Meister Paroli geboten zu haben. Im Spiel um Platz drei wurden beim 2:0-Sieg gegen den HTG Bad Homburg noch einmal erfolgreich alle Energien gebündelt. Vilma Bindrum sprach für ihre Kolleginnen: "Spaß und Freude in einer homogenen Mannschaft standen bei uns an erster Stelle. Unser Wahlspruch heißt daher: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier."