Das jüngste Remis (22:22) gegen den ASV Dachau fühlte sich für die Spielgemeinschaft wie ein Sieg an, weil Anne Früh wenige Sekunden vor Spielende zum Endstand getroffen und im Gegenzug Torfrau Pia Kunzmann einen freien Wurf der Oberbayern in allerletzter Sekunde gehalten hatte. Zur Belohnung hatte SG-Trainer Harun Tucovic am Montag trainingsfrei gegeben - dafür war die Einheit am Mittwoch eine halbe Stunde länger.

"Kurz vor Schluss hätte wohl keiner gedacht, dass wir noch einen Punkt holen, als Dachau mit zwei Toren führte. Aber im Handball ist das nichts. Deshalb haben wir alles gegeben, verdient einen Punkt geholt und sind überglücklich, dass unser gutes Spiel und unser Kampf belohnt wurden und die Heimserie hält", sagt Rückraum-Spielerin Lisa Wenzke, die trotz Fingerverletzung 60 Minuten durchgehalten hatte. Und wieder auf die Zähne beißen muss, weil sich die enge personelle Situation nicht bessert. Claudia Pfleger muss wohl bis Saisonende verletzungsbedingt passen, Anna Zimmer hat sich in den nächsten längeren Urlaub verabschiedet, auch Anna-Lena Paech steht wohl nicht zur Verfügung. Aus der zweiten Mannschaft rücken daher wieder Katharina Karch und womöglich auch Theresa Kleinhenz in den Bayernliga-Kader auf.

"Trainingsfleiß zahlt sich aus. Und wenn es möglich ist, geben wir gerne unserem Nachwuchs Einsatzzeiten", sagt Harun Tucovic, der die Favoritenstellung seines Teams bereitwillig annimmt, aber den Gegner für weitaus besser hält, als es der Tabellenstand suggeriert. "Regensburg verfügt über viele junge und gut ausgebildete Spielerinnen. Einige Akteure wurden reaktiviert. Außerdem kann es sein, dass Spielerinnen aus dem Drittliga-Team mit nach Nüdlingen anreisen. Das kann spannend werden. Aufgegeben hat sich der Gegner sicher nicht."