VfR Stadt Bischofsheim - FC Thulba.
André Betz ist heiß auf den Neustart. "Ich möchte unbedingt spielen", so der Trainer des FC Thulba (5./27 Punkte) vor dem Nachholspiel beim abstiegsbedrohten VfR Stadt Bischofsheim (14./13). Dass gerade in der Rhön eine Spielabsage droht, daran mag er derzeit nicht denken. "Ob auf dem Hartplatz oder bei getauschtem Heimrecht, Hauptsache es geht wieder los." In seiner letzten Halbserie als Spielertrainer der Thulbaer will Betz noch einmal richtig angreifen. Mit einem Sieg könnte der FC sich direkt oben festbeißen. "Unser Ziel ist der Relegationsplatz."
Noch hat der FC fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Nordheim. "Deshalb wollen wir gleich in Bischofsheim zeigen, wo es langgeht, schnell Druck aufbauen." Nach der Ankündigung seines Abschiedes zum Saisonende hat Betz derweil nicht das Gefühl, seine Jungs nicht mehr zu erreichen. "Dafür sind wir viel zu eng zusammengewachsen. Die Spieler und der Verein geben mir das Gefühl, dass wir bis zum Ende alles geben werden. Das zeigt schon die Trainingsbeteiligung, bei Minusgraden hatte ich oft 20 Mann da, hervorragend", freut sich der scheidende Trainer.

TSV Rannungen - VfL Spfr. Bad Neustadt.
Fußball ist häufig Kopfsache. Und für die Psyche des TSV Rannungen (12./18) wäre ein Sieg im Nachholspiel gegen den VfL Spfr. Bad Neustadt (3./30) Gold wert. Schließlich könnten die Rannunger einerseits direkt den Relegationsplatz verlassen und als Tabellenzehnter in die Restrunde gehen, andererseits wäre ein Erfolg über die ambitionierten Saalestädter eine mächtige Duftmarke. Bad Neustadt trauen viele Fußballfreunde den Aufstieg in die Bezirksliga zu. Die Rannunger sind Außenseiter, ganz klar. "Darüber brauchen wir nicht reden", so Rannungens Trainer Werner Köhler, "andererseits können wir uns richtig Selbstbewusstsein holen".
Den 11:1-Erfolg des VfL Spfr. im Testspiel gegen Waldberg will Köhler zwar nicht als Maßstab hernehmen, dennoch warnt er vor der Angriffspower der Gäste. "Wir müssen hinten gut stehen, Bad Neustadt hat seine Stärken vorne. Aber wenn wir unser volles Leistungsniveau abrufen, haben wir gegen jeden Gegner eine Chance." Mit der Vorbereitung ist Köhler derweil zufrieden, mit Ausnahme von Dominik Hüllmantel, der die kommenden zwei Jahre in den Vereinigten Staaten verbringen wird, hat er sein Team zu großen Teilen zusammen. Auch die Grippewelle hat den TSV weitgehend verschont - nicht jedoch den Trainer. "Mich hat es erwischt, aber ich hoffe, am Sonntag an der Seitenlinie stehen zu können", so Köhler. ssi