"Ich sehe uns trotz des Heimvorteils nicht als Favorit, aber Krum ist auch keine Übermannschaft, die für uns unschlagbar ist", sagt FC-Coach Marc Hartmann. Der beobachtete die Haßbergler am Sonntag bei der 2:3-Niederlage in Sennfeld. "Von der Spielanlage her ähneln sich beide Mannschaften", so seine weitere Erkenntnis, "aus einer gesicherten Abwehr heraus versucht man durch schnelles Umkehrspiel die Angreifer in Position zu bringen". Dass die Begegnung im Hin- und Rückspiel-Modus ausgetragen wird, nimmt nicht nur nach Hartmanns Meinung etwas den üblicher Pfeffer aus dem Match. "Der Gastverein muss nicht unbedingt offensiv spielen, sondern kann mit Heimvorteil im zweiten Spiel die Entscheidung suchen." Die Gastgeber, die weiter auf den verletzten Michael Seith verzichten müssen, werden allerdings die Vorentscheidung schon heute anstreben. "Mit einem Vorsprung im Rücken spielt es sich leichter", weiß der relegationserfahrene Markus Bach.

Keine Experimente

Hartmann wird den Kader der vergangenen Wochen aufbieten und nicht am Spielsystem rütteln. "Die Zeit für Experimente ist nun wirklich nicht da." Aufbauend auf eine sattelfeste Deckung sollen im Angriff Claus Kirchner und Torjäger Lukas Nöth mit Unterstützung des aus dem Mittelfeld vorstoßenden Pascal Reininger die gegnerische Deckung durcheinanderwirbeln. "Von den Namen her ist Krum vielleicht zu favorisieren, mit dem Ex-Haßfurter Max Witchen sowie dem Ex-Sander Fabian Dürrbeck verfügt der Krumer Trainer Thomas Mahr über exzellente und torgefährliche Spieler", lautet die Einschätzung von Marc Hartmann. "Unser Vorteil könnte sein, dass die Mannschaft absolut nicht unter dem Druck des Aufsteigenmüssens steht", findet Vorstandsmitglied Klaus Katzenberger. "Wir haben mit der Relegation und dem Gewinn des Toto-Pokalfinales schon mehr erreicht, als wir uns vor Saisonbeginn vorgenommen hatten."

Der FSV Krum geht zum zweiten Mal in Folge als Vizemeister der Fußball-Kreisliga Schweinfurt 2 in die Relegation zur Bezirksliga Unterfranken Ost. FSV-Trainer Thomas Mahr hat den Gegner zwar einmal beobachtet, doch aus einem Spiel könne er keine tief greifenden Schlussfolgerungen ziehen, sagt er. "Aus der Erfahrung mit Mannschaften aus der Rhön heraus erwarte ich einen Gegner, der körperbetont spielt", erklärt Mahr. Seine Mannschaft und er hätten sich vorgenommen, sich erst einmal auf sich selbst zu konzentrieren. Wichtig für das Rückspiel sei, ein gutes Ergebnis und möglichst ein Tor zu erzielen.

Angeschlagene Akteure

Tobias Barth, der sich in Sennfeld einen Nasenbeinbruch zuzog, dürfte fehlen, auch Benni Zdzieblo und Daniel Göttlicher sind angeschlagen. Unter den vier Bewerbern, neben Krum und Reichenbach noch der FC Geesdorf (Vizemeister Kreisliga Schweinfurt 2) und der TSV Forst (" Schleuderplatz" Bezirksliga) wird nur ein freier Bezirksliga-Platz ausgespielt. Das Rückspiel der ersten Runde findet für die Reichenbacher am Samstag, 31. Mai (16 Uhr), in Krum statt.