FC 05 Schweinfurt - TSV Rain/Lech 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Sebastian Habermayer (88.), 0:2 Giovanni Goia (90. +1).
In der Anfangsphase trat ein, was FC-05-Trainer Gerd Klaus im Vorfeld prophezeit hatte. Die Hausherren mussten Geduld zeigen. Denn Schweinfurt war schon die bessere Mannschaft und ließ den Ball ordentlich laufen, doch Lücken in der eng gestaffelten Rainer Defensive fand die Klaus-Elf mit Ausnahme einer Halbchance durch Marino Müller, der zwar schon am Torwart vorbei war, aus arg spitzem Winkel aber keine Chance auf einen Treffer hatte, keine. Was fehlte, war der Zug zum Tor. So machten die 05er es den vorwiegend auf Sicherung des eigenen Kastens bedachten bayerischen Schwaben doch recht einfach.

Und sonst? Sonst war lange nicht viel. Hier ein harmloser Rainer Freistoß, dort das eine oder andere Foulspiel. Und dann, dann kam der Krautschneiders Steffen, als sich schon leichte Lethargie ins weite Rund geschlichen hatte. Zunächst parierte Rains Torhüter Dominik Jozinovic mit einem Freistoß der Schweinfurter Nummer 19 mit gehörigen Problemen. Zwei Minuten später hatte Jozinovic eine mächtige Portion Dusel, als ein neuerlicher Krautschneider-Standard an den Innenpfosten klatschte. Ein scheppernder Wachmacher mit dem Pausenpfiff. Der wirkte zunächst aber nur auf die Gäste. Die kamen nämlich aktiver aus der Kabine, die 05er mussten gleich mehrere Konter durch taktische Fouls unterbinden.

Fast aus dem Nichts in dieser Phase die nächste gute Schweinfurter Chance: Krautschneider legte ab für Michael Krämer, aber der suchte noch einmal den Mitspieler, anstatt selbst abzuschließen. Marino Müller stand dann im Abseits. Da wäre mehr drin gewesen für die Schweinfurter, bei denen kurz darauf der zur Pause für den gelb-rot-gefährdeten Florian Wenninger gekommenen Ingo Feser vorstellig wurde, sein 20-Meter-Schuss aber war zu unplatziert und folglich kein Problem für Jozinovic. Doch diese Chancen täuschten nicht darüber hinweg, dass die Hausherren nun arge Probleme hatten. Dem Team von Gerd Klaus fehlte es an der Laufbereitschaft. So schafften die Schweinfurter es viel zu selten, die Rainer Defensive durcheinanderzuwirbeln.

Dem TSV war's durchaus recht, der machte es sich in der eigenen Hälfte bequem und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Die boten sich auch, sodass die Partie - Achtung, drei Euro für's Phrasenschwein - vorwiegend von der Spannung lebte. Denn spielerisch war's dünn, was die Teams im Angebot hatten. Egal wird das am Ende beiden Mannschaften sein. Den 05ern, weil es nichts an der Niederlage ändert. Und den Gäste sowieso. Denn zwei der besagten Konter trafen die Schweinfurter doch noch ins Mark. Zuerst war Sebastian Habermayer zur Stelle, in der Nachspielzeit legte Giovanni Goia gar das 0:2 drauf.
Schweinfurt: Pfeiffer - Janz, Bauer, Bechmann, Lunz - Wenninger (46. Feser), Krämer - Mar. Müller (71. Jäckel), Fery, Krautschneider (76. Kraus) - Diroll.