DJK Burghausen/Windheim - FC Rottershausen 2:1 (0:1): Die DJK Burghausen/Windheim bleibt der Kreisklasse erhalten, der FC Rottershausen muss und kann in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen, um die A-Klasse zu verlassen. "Ich glaube, unser Sieg war nicht unverdient, denn wir waren nach dem Seitenwechsel das überlegene Team", so der scheidende DJK-Coach Stephan Penquitt, der zusammen mit seinen Schützlingen nach dem Abpfiff von den vielen mitgereisten Fans gefeiert wurde. Sein Kollege auf FC-Seite, Alfed Kanz, hatte nach fünfundvierzig Minuten noch Hoffnung, doch im zweiten Durchgang ging seinen Mannen der sprichwörtliche Saft aus.

Frühe FC-Führung

Die Begegnung begann für die "Spirken" nach Wunsch, denn schon nach acht Minuten gingen sie in Führung. Ein von Michael Neeb hereingegebener Eckball segelte unberührt durch den DJK-Sechzehner, am langen Pfosten warf sich André Seufert in die Kugel, sein Flugkopfball war für DJK-Keeper Yannick Kriener nicht abzuwehren. Die Ausgleichsbemühungen der zu diesem Zeitpunkt hypernervösen Penquitt-Elf waren von vielen Abspielfehlern durchsetzt, FC-Goalie Jörg Wetterich wurde zunächst überhaupt nicht geprüft. Der sah nach einer Viertelstunde zwei gute Möglichkeiten seiner Vorderleute, doch sowohl Frank Seufert aus der Drehung wie auch Fabian Schmitt per Freistoß vermochten den Vorsprung in einem insgesamt wenig berauschenden Match nicht auszubauen. Der Kreisklassist hatte nach einer halben Stunde zwei vage Möglichkeiten und in der 32. Minute Glück, als der durchgelaufene Konstantin Seufert nach Pass von Christian Stefan das Leder unbedrängt über den Kasten setzte.

Penquitts Joker sticht

Gleich nach Wiederanpfiff hatten die DJK-Anhänger schon den Torschrei auf den Lippen, doch nach Hereingabe von Christian Kühnlein köpfte Christian Nöth aus fünf Metern am Tor vorbei. Von da an ergriffen die DJKler mehr und mehr die Initiative, nach einer Stunde machte sich ein Kräfteverschleiß beim A-Klassisten zunehmend bemerkbar. Penquitt zog dann in der Offensive einen Trumpf, obwohl angeschlagen, brachte er nun Johannes Hein in die Partie. Der Joker erwies sich als Matchwinner, nach einem Freistoß von der Mittellinie, der unsauber geklärt wurde, stand er nach dem Nachschuss von Christian Nöth, den Wetterich nur abklatschen konnte, als Abstauber parat. Die Partie, die etwas nickliger wurde, die Bayernliga-Schiedsrichter Marcel Geuß aber jederzeit im Griff hatte, war nun vom Anrennen der DJK geprägt, der Kontrahent wollte sich erst einmal in die Verlängerung retten. Die Taktik schlug fehl, denn acht Minuten vor dem Abpfiff lag das Leder wieder im FC-Tor. Nach Ecke von Johannes Hein stieg Christian Nöth im Sechzehner hoch, spielte seine Körpergröße aus und sein wuchtiger Kopfball schlug unter der Latte ein. Die Kanz-Elf forcierte sofort die Offensive, doch der Spielaufbau blieb hektisch und mit etlichen Stockfehlern spielte man dem Gegner in die Karten. Dieser versuchte den Ball möglichst weit vom eigenen Strafraum entfernt zu halten, Keeper Kriener musste nicht nennenswert eingreifen.

Kein Spielfluss mehr

Den Spielfluss zerstörten zudem permanente Auswechslungen beiderseits. Den DJKern war es egal, sie ließen nichts mehr anbrennen und behielten weitgehend die Spielkontrolle. "Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung", freute sich Penquitt, Kanz sprach vom vergebenen 2:0, "das uns beim Gang in die Kabine mehr Sicherheit verschafft hätte". Seine Spieler sanken nach Spielende enttäuscht auf dem hervorragend zu bespielenden Rasen, mit dem neuen Trainer Matthias Gerhardt soll in zwölf Monaten der Aufstieg realisiert werden. Die Gastgeber freuten sich über den Zuschauerandrang, "Es ist ein kleiner Trost, dass auch wir in der nächsten Saison in der A-Klasse kicken werden", so Arnshausen Abteilungsleiter Heiko Schmitt.

Tore 0:1 André Seufert (8.), 1:1 Johannes Hein (69.), 2:1 Christian Nöth (82.).

Zuschauer 799.

Schiedsrichter Marcel Geuß (Eltmann).

DJK Burghausen/Windheim Kriener - Bilmann, Matthias Schmitt, Timo Nöth, Memmel, Steffen Nöth, Christian Nöth, Sasin, Kühnlein Jonas Beck, Julian Beck. Eingewechselt: Johannes Hein, Joachim Hein, Oliver Beck.

FC Rottershausen
Wetterich - Werner, Stefan, Wilm, Bieber, André Seufert, Fabian Schmitt, Neeb, Maximilian Seufert, Konstantin Seufert, Frank Seufert; Eingewechselt: Marius Will, Benedikt Will, Daniel Sauter.