SV Garitz - TSV Kleinrinderfeld: Vor zehn Tagen traten vier von fünf Vorstandsmitgliedern aufgrund von Querelen mit der Leitung der Fußballabteilung zurück. Und nach einer chaotischen Mitgliederversammlung besteht die Gefahr, dass der Verein beim Amtsgericht eine Zwangsverwaltung beantragen muss. Inwieweit sich dies auf die sportliche Leistung des Landesliga-Teams auswirkt, wird man sehen. Die Auftritte nach der Winterpause waren in jeden Fall wenig erquicklich aus Sicht von TSV-Coach Harald Funsch. Dieser hatte nach Ende der Rückrunde seinen Kader umgebaut, sieben Spieler, unter anderem Torjäger Peter Endres wanderten ab. Es wurden drei neue Akteure geholt, die WFVler Tobias Rosenberger, Sven Michel und Keeper Marco Reidelbach vermochten den Abstiegstrend aber auch nicht zu stoppen.

Der Wurm ist also drin beim TSV, was verwunderlich ist, stehen doch immer noch namhafte Spieler wie der Ex-Großbardorfer Bastian Götzfried sowie der routinierte Abwehrchef Timo Rappl im Kader. Der in der Region bekannteste Gast dürfte allerdings der langjährige Keeper des FC 05 Schweinfurt, Ralf Scherbaum, sein.
"Was in Kleinrinderfeld in und außerhalb des Rasens passiert, darf uns nicht scheren", sagt SV-Trainer Detlef Schäfer, der nach der 0:3-Niederlage in Stegaurach personell wieder zu Umstellungen gezwungen ist. In taktischer Hinsicht wird sich nichts ändern, aus einer sicheren Abwehr heraus soll die Offensive gestartet werden. "Wir müssen halt die alten Garitzer Tugenden in die Waagschale werfen, über Kampf ins Spiel finden und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Erfolg suchen", so der 1. Vorsitzende Thomas Leiner, der wie immer hofft, mehr Garitzer als gegnerische Torschützen ansagen zu dürfen.