TSV Großbardorf - DJK Ammerthal: Nach dem trotz der 0:2-Niederlage guten Auftritt gegen den Tabellenführer aus Weiden wartet auf den TSV Großbardorf eine ganz andere Aufgabe. Im ersten Spiel der Rückrunde gastiert die derzeit stark angeschlagene Elf aus Ammerthal in der Bioenergie-Arena. Zuletzt bezogen die Oberpfälzer sechs Niederlagen in Folge und erlitten gegen die Spitzenteams aus Weiden (0:5) und zuletzt gegen Aschaffenburg (0:7) - die höchste Pflichtspielniederlage der Vereinsgeschichte - böse Schlappen. Da verpuffte der Auftrieb, der durch den Trainerwechsel, Markus Mühling kam für Andreas Speer, ganz schnell.
Dennoch warnt Dominik Schönhöfer, der Coach der Grabfeld-Gallier eindringlich davor, den Gast zu unterschätzen. "Ich erinnere mich noch ganz genau, welche Schwierigkeiten wir beim torlosen Unentschieden im Hinspiel hatten." Er ist davon überzeugt, dass sich die Gäste "mit Händen und Füßen wehren werden. Kein Team will mehrmals hintereinander klare Niederlagen beziehen. Sie werden auf jeden Fall alles versuchen, in Großbardorf zu punkten und damit ihre Lage etwas zu verbessern. Die klare Niederlage macht unsere Aufgabe meiner Meinung nach schwieriger, denn sie werden sich erst einmal hinten reinstellen. Wir sind sicher Favorit in dieser Begegnung, aber es wird ein hartes Stück Arbeit". Deshalb fordert Schönhöfer eine konzentrierte Herangehensweise: "Wir müssen von der ersten Minute an voll bei der Sache sein, um die drei Punkte im Grabfeld zu behalten."
Dieser Meinung ist auch André Rieß, der auf der rechten Offensivseite wirbeln soll. Der 23-Jährige, der in Erfurt im fünften Semester Architektur studiert, war im Hinspiel verletzungsbedingt nicht dabei, will aber am Samstagnachmittag mithelfen, dass die Zähler im Grabfeld bleiben. "Wir müssen gewinnen, um oben dabei zu bleiben. Daran führt kein Weg vorbei. Ich habe keinerlei Zweifel, dass wir das schaffen." Vor allem verlangt Rieß, dass die Mannschaft mit spielerischen Mitteln versucht, das Spiel zu gewinnen. "Auf keinen Fall dürfen wir die Oberpfälzer unterschätzen. Das wäre fatal. Wir dürfen Ammerthal nicht nach dem 0:7 gegen Aschaffenburg beurteilen, sondern müssen hoch konzentriert in die Partie gehen." Dann sollte die Lage der Großbardorfer noch besser werden, als sie schon ist. Platz sechs und noch drei Spiele in der Hinterhand, da dürfen die Anhänger nicht meckern. "Wir haben nur gegen Hof und Weiden Niederlagen einstecken müssen. Da müssen alle zufrieden sein. Bei uns passt einfach alles. Wir wissen aber auch, dass es noch besser geht. Die Entwicklung der Mannschaft wird noch weitergehen", sagt Rieß.
Im Match gegen Ammerthal muss Schönhöfer auf Stefan Piecha verzichten, der für seinen Platzverweis gegen Weiden eine Sperre von drei Partien aufgebrummt bekommen hat. Sowohl der TSV-Coach als auch Rieß bedauern, dass der formstarke Mittelfeldspieler nicht mitwirken darf. "Stefan auf jeden Fall ein großer Verlust. Denn er strahlt auf dem Platz viel Ruhe aus", sagt Rieß und sein Trainer fügt hinzu: "Meine Elf muss seinen Ausfall kompensieren können. Das muss möglich sein."

Nach dem Spiel steht das alljährliche Oktoberfest im Sportheim an, bei dem der TSV Deftiges anbietet: Hax'n, Radi, Oktoberfestbier und einiges mehr.