Es läuft bei Andreas Pfister, der beim "Heimrennen" auf dem österreichischen Salzburgring gleich doppelt auf dem Podest stand mit seinen zwei zweiten Plätzen im Rahmen der Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC).
Nach dem Doppelsieg am Slovakiaring mussten die Mechaniker des Pfister-Racing-Teams einiges an sogenanntem "success ballast" im Rennfahrzeug anbringen. Diese Zusatzgewichte sind vorgeschrieben, um den Unterschied zwischen den einzelnen Teams anzugleichen und die Spannung aufrecht zu erhalten. "Die 45 Kilogramm Zusatzgewicht machen sich auf so einer Hochgeschwindigkeitsrennstrecke in der Rundenzeit bemerkbar. Wir konnten aber das "Set-up" des Rennwagens gut auf die geänderten Gegebenheiten anpassen und von Beginn an um die Spitzenpositionen kämpfen", sagte der 26-Jährige.

Rauch im Cockpit

Vor großer Kulisse wurde das erste Rennen wie gewohnt "fliegend" gestartet. Das "Nadelöhr" der ersten Schikane nach der Start- und Zielgerade sollte wieder für einige Spannung sorgen. Andreas Pfister reagierte am Start gut, verbesserte sich vom dritten auf den zweiten Platz. Dies sicherte ihm einen Moment zum Durchatmen, denn hinter ihm wurde mit Berührungen und Abflügen wie gewohnt mit harten Bandagen gefahren. Doch auch bei Andreas Pfister verlief nicht alles nach Plan: "Just als ich mich hinter dem Führenden in meiner Klasse positionieren konnte, hatte ich mit einer Hitze- und Rauchentwicklung im Cockpit zu kämpfen. Im Nachhinein stellten wir einen gebrochenen Auspuffkrümmer als Ursache fest, der die Hitze zur Karosserie leitete. Glücklicherweise verschlimmerte sich das Ganze nicht", so Andreas Pfister im anschließenden Gespräch mit den Medien. "Aus diesem Grund bin ich natürlich sehr froh, in den beiden Rennen die Zielflagge auf Platz zwei gesehen zu haben. Dass wir trotz des Handicaps den Führenden angreifen konnten, stimmt mich zuversichtlich. Besonders freue ich mich auch über die schnellste Rennrunde, die wir für uns verbuchen können."
Nach sechs von zehn Wertungsläufen liegt Andreas Pfister mit 42 Punkten auf dem zweiten Platz hinter dem führenden Finnen Aku Pellinen (53.). Die nächsten Rennen finden am 21. und 22. Juni im belgischen Spa-Francorchamps statt.