Der TSV Münnerstadt ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Dominik Schönhöfer, der zum TSV Großbardorf wechselt, fündig geworden. Der "Neue" heißt Adrian Gahn, wohnt mit seiner Familie in Zeilitzheim und ist in der Region kein Unbekannter. Der gebürtige Arnshausener ist 32 Jahre alt, hat unter Wolfgang Schmitt seine Fußballkarriere bei der Jugend des Post-SV Bad Kissingen gestartet und hat danach die B- und A-Junioren-Teams des FC 05 Schweinfurt durchlaufen.

Wie waren Ihre sportlichen Stationen im Erwachsenenbereich?
Adrian Gahn: Ich bin nach meiner Zeit in Schweinfurt zum Landesligisten nach Waldberg gewechselt, habe dort aber nur bis zu dessen Rückzug aus der Landesliga sechs Monate gekickt. Danach ging es auf die Maibacher Höhe, wo ich neun Jahre bei den Freien Turnern gespielt habe. Seit fünf Jahren bin ich Trainer beim Kreisklassisten DJK Gänheim.

Wie kam es zum Engagement beim TSV?
Ich bin mit Klaus Scheuring, dem Bruder von Günter Scheuring, gut befreundet. Über Klaus Scheuring kam der Kontakt zum Bezirksligaverein zustande. Außerdem kenne ich TSV-Mannschaftskapitän Michael Knysak ganz gut, er arbeitet in derselben Firma wie ich.

Was reizt Sie an der Trainertätigkeit in Münnerstadt?
Die Aufgabe ist aus mehreren Gründen reizvoll. Zum einen ist es ein Sprung für mich in der Trainerkarriere, zum anderen ist das Umfeld beim TSV bestens. Die Sportanlage mit mehreren Rasenplätzen, die Halle sowie auch das Umfeld passen. Die sportlich Verantwortlichen haben vernünftige Vorstellungen, bauen auf eine guten Juniorenarbeit, was gute Perspektiven verspricht. Dass Münnerstadt zum DFB-Stützpunkt erklärt wurde, sollte auch für die Zukunft verheißungsvoll sein.

Hatten Sie trotz dieser Voraussetzungen Bammel vor der nicht leichten Tätigkeit?
Ich trete in die großen Fußstapfen meines Vorgängers, der hier innerhalb von acht Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Diese Serie fortzusetzen, muss mein erstes Ziel sein. Ansonsten gilt es für mich vorrangig, die sportliche Situation zu stabilisieren. Das heißt, die Mannschaft erst einmal in der Bezirksliga zu halten.

Hatten Sie schon Kontakt zur Mannschaft?
Ich bin zwar noch nicht offiziell vorgestellt, habe aber schon erste Eindrücke, die durchwegs positiv waren, bekommen. Die Mannschaft verfügt über eine gute Chemie, es gibt Führungsspieler, wobei mir die Hierarchie gewachsen scheint. Das erinnert mich an meine Zeit bei den Freien Turnern, wo Ernst Gehling immer aufgepasst hat, dass die verschiedenen Charaktere zu einem Team gewachsen sind.

Sind personelle Veränderungen für die neue Saison abgeklärt?
Nein, dazu war die Zeit noch zu kurz, außerdem muss dies mit der Abteilungsleitung abgesprochen werden. Die Mannschaft hat das Potenzial, die Klasse zu halten. Die Moral und die Spielstärke sind meinen ersten Eindrücken nach großartig. Über die ein oder andere Verstärkung wird sicher zu reden sein, wir müssen uns aber erst einmal einen Überblick über den Spielermarkt verschaffen. Mein Ziel ist es, die Spieler aus der A- und B-Juniorenmannschaft, die talentiert sind, geduldig in den Herrenbereich zu überführen.

Werden sie als Spielertrainer fungieren?
Das ist nicht beabsichtigt. Ich glaube, dass die Ansprüche an einen Trainer in der Bezirksliga so hoch sind, dass er das Spiel von außen dirigieren muss. Ein Spielertrainer in der Bezirksliga müsste zuvor mindestens Bayernliga gespielt haben, um seinen Vorbildcharakter zu erhalten.

Mit Stefan Glasauer beendet auch der langjährige Co-Trainer seine Tätigkeit. Gibt es da schon einen Nachfolger?
Ich bringe jedenfalls keinen mit. Es ist abgesprochen, dass sich darum die Abteilungsleitung kümmert. Laut Abteilungsleiter Günter Scheuring wird eine vereinsinterne Lösung angestrebt.

Bastian Steuerwald wird Trainer beim TSV Arnshausen. Und tritt damit die Nachfolge von Rudi Muth an, der erst zu Saisonbeginn den Stadtteilverein übernommen hatte. Bastian Steuerwald kickte für den SV Garitz in der Bezirksliga, ehe der 32-Jährige Trainer beim SV Aura wurde. Eigentlich sollte der gebürtige Eltingshäuser ab Sommer 2013 den SV Obererthal in der Kreisliga übernehmen, doch mit dem Neuanfang der Rot-Weißen in der B-Klasse hatte sich dieses Engagement aus sportlichen Gründen erledigt. "Nach erfolgreichen Gesprächen ist der TSV Arnshausen nun stolz, einen noch sehr jungen, aber dennoch schon erfahrenen Trainer für die Aufgabe in unserem Verein begeistern zu können", heißt es in einer Presseerklärung des TSV Arnshausen, der in der Kreisklasse Rhön 2 derzeit nur Vorletzter ist.