Trotz des warmen Frühlingsabends interessierten sich viele Speicherzer für die Neuigkeiten aus dem Rathaus, bei der diesjährigen Bürgerversammlung wurden allerdings nur wenige Probleme angesprochen. Dass die Fahrradwege im Winter nicht geräumt wurden, beanstandete Alfons Hohmann. In der kalten Jahreszeit wären Wanderer über geräumte Wege froh gewesen. Bei eins bis zwei Tagen Dauerschnee könne er "die Jungs vom Bauhof" nicht auch noch auf die Fahrradwege schicken, entgegnete Bürgermeister Jochen Vogel. Dennoch: "Das nehme ich gerne mit auf."

Demnächst im Gemeinderat

Im Gemeinderat war das Thema bereits diskutiert worden. Es werde in nächster Zeit festgelegt, welche Rad- und Wanderwege geräumt werden. "Zwei oder drei können wir machen", sagte Vogel, Vorrang haben jedoch die Gemeindestraßen. "Mit Augenmaß" müsse entscheiden werden, sonst bestehe die Gefahr, dass Autofahrer die Wege als Abkürzungen nehmen.
Im Graben neben dem Weg zwischen Speicherz und der Ziegelhütte staue sich das Wasser, brachte Thomas Hohmann vor. Durch abgefallenes Laub und Mulchen wachse der Graben langsam zu. Das Wasser dringe in den Unterbau des Weges ein und weiche ihn auf. Jedes landwirtschaftliche Fahrzeug, das den Weg befährt, verschlechtere dessen Zustand.
Der Graben war bereits in Eigenregie ausgebaggert worden, doch es sei ein Dauerproblem, dass das Wasser nicht richtig abfließen könne. Im Zuge der Baumaßnahmen auf der B27 in Motten seien laut Bürgermeister Jochen Vogel in den nächsten Jahren Baumaschinen vor Ort. Das sei eine "relativ einmalige Gelegenheit, auf Fachfirmen zurückgreifen zu können", sagte Vogel auch hier eine Prüfung zu.
In Motten ist es aktuell, Kothen plant schon - größere Investitionen, die auf Speicherz in den nächsten Jahren zukommen könnten, interessierten Norbert Müller. Außer der Sanierung der Kläranlage sei "aktuell nichts geplant", sagte Vogel. In den kommenden drei bis vier Jahren müsse Teich Eins erneuert werden, da Fremdwasser hinein sickert. Wie in Motten und Kothen kämen auf die Anlieger keine Beiträge zu, allerdings dürften die Gebühren steigen.