Die Freude ist den beiden Schützenmeistern Robert Zehe und Alexander Wehner anzumerken. Nach mehreren Monaten Unterbrechung kann der Sportbetrieb im Schützenhaus wieder starten. Grund für die Zwangspause, die von Mai bis November etwas länger dauerte als ursprünglich geplant, waren umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten am Vereinsheim. Sämtliche elektrische Leitungen, die Decken, Fußböden und Wände und auch die Heizung wurden erneuert. Parallel dazu wurde das Domizil der Sportschützen vergrößert.


Anbau zur Bachseite

"Wir haben zur Bachseite einen 24 mal 3,5 Meter großen Anbau errichtet", sagt Robert Zehe. Der 63-Jährige ist Bauingenieur, hat die Umbau- und Sanierungsarbeiten fachlich betreut. Mit dem Anbau stehen den Sportschützen nun rund 80 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung. Diese war auch dringend notwendig. Schließlich sind die Premicher Schützen seit einigen Jahren sehr erfolgreich. "Unsere Mannschaft schießt aktuell in der Bezirksklasse, so hoch wie noch nie", so Zehe. Zwei Mal in der Woche wird deshalb im Vereinsheim trainiert. Zudem finden regelmäßig Wettkämpfe statt. Bisher spielte sich dabei alles - von dem Umkleiden bis zur Auswertung - im Gastraum statt. Künftig läuft das anders, dank des Umbaus.
Durch diesen konnte der Schießstand um zwei Bahnen erweitert werden, so dass jetzt zehn Luftgewehrschützen nebeneinander antreten können. Direkt neben dem Schießstand wurde ein Lagerraum geschaffen, in dem nicht nur Stühle, Tische und anderes Mobiliar untergestellt werden, sondern auch sämtliche Utensilien der Sportschützen, wie etwa ihre Bekleidung oder die Taschen für die Gewehre.
Auch der Waffenschrank ist in dem Lagerraum untergekommen. In dem Anbau ist zudem Platz für einen separaten Auswertungsraum entstanden. Die Ergebnisse und Zwischenstände bei den Wettkämpfen werden von dort an einen Beamer im Gastraum übertragen, der sie dort für alle sichtbar an eine Wand wirft.


Eingangsbereich verlegt

Parallel zu den Arbeiten im Innern wurde auch der bisherige Eingangsbereich verlegt. Dieser befindet sich vom Parkplatz aus gesehen auf der linken Seite des Gebäudes. Den bisherigen Einlass gibt es nach dem Umbau auch noch, dieser dient jedoch nur noch zur Anlieferung. "Er wurde in den Wirtschaftsbereich integriert, um kurze Wege zwischen Küche und Lagerräumen zu schaffen", erklärt Alexander Wehner. Der 46-Jährige ist Schreiner und im Vertrieb der Wolf-Haus GmbH tätig.
Zirka 500 Arbeitsstunden haben er und rund 26 Vereinskameraden für den Umbau und die Sanierung des Schützenhauses unentgeltlich geleistet. Ein nicht unerheblicher Anteil, der sich positiv in den Gesamtkosten auswirkt. Rund 140 000 Euro haben die bisherigen Arbeiten gekostet. 40 000 Euro davon konnte der Verein mit Eigenmitteln finanzieren. "Außerdem haben wir einen Kredit in Höhe von 35 000 Euro aufgenommen und besagte 500 Stunden Eigenleistung eingebracht", sagt Robert Zehe. Die restlichen Kosten von rund 62 000 Euro werden über Fördermittel von der Gemeinde und vom Freistaat abgedeckt. Doch die Bauarbeiten am Vereinsheim gehen noch weiter.


Weiterer Anbau ist geplant

"Ab Herbst werden wir mit dem Bauabschnitt Ost beginnen", so Zehe. Dann soll auf der östlichen Seite des Schützenheimes ein weiterer Anbau entstehen, der 17 Meter lang und sechs Meter breit sein wird. In diesem sollen Umkleideräume und ein Behinderten-WC unterkommen. "Wir investieren dafür mindestens die gleiche Summe wie für den bisherigen An- und Umbau", sagt Robert Zehe. Doch auch damit sind noch nicht alle Bauvorhaben des Vereins umgesetzt. Ganz zum Schluss, voraussichtlich 2017, ist vorgesehen, dass für die Bogenschützen eine Hütte auf dem Außengelände entsteht.


Zukunftsmusik

Doch das ist momentan noch Zukunftsmusik. Jetzt wollen die Schützen erst einmal weitertrainieren und feiern. "Da wir es bis Weihnachten nicht mehr geschafft haben, findet am 27. Dezember unsere Jahresabschlussfeier statt", so Robert Zehe.