Schlereth hatte vor der Wahl erklärt, er wolle eine möglichst hohe Wahlbeteiligung erreichen. Sie lag am Sonntag bei 46,47 Prozent. Bei der vorigen Wahl 2006 war sie mit rund 54 Prozent noch etwas höher.
"Das passt", zeigte sich der alte und neue Bürgermeister am Abend in einer ersten Stellungnahme mit dem Ergebnis zufrieden. Bei Solitärwahlen sei generell eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen. "Vor der Wahl haben wir gesagt, dass 45 Prozent ein gutes Ergebnis wären", erklärte Schlereth.

Insgesamt 1697 Wähler machten ihr Kreuzchen beim Amtsinhaber. Wahlberechtigt waren 4041 Bürger. 49 Mal wurden auch andere Namen auf den Stimmzettel geschrieben. So kommen die 2,81 Prozent zusammen, die noch bis 100 Prozent fehlen. "Ich weiß aber nicht, wer da alles drauf stand. Ich habe die Zettel nicht gesehen. Es sind sicher auch welche dabei, die sich einen Jux machen wollten", meinte der Gemeindechef. Darüber hinaus gab es 132 ungültige Stimmen.

Gotthard Schlereth geht davon aus, dass die Beteiligung bei der nächsten Bürgermeisterwahl im Jahr 2020, die dann wieder mit den Gemeinderatswahlen zusammenfällt, deutlich höher ausfallen wird.
Die nächste Amtsperiode des Bürgermeisters dauert knapp siebeneinhalb statt der üblichen sechs Jahre. Damit werden die abweichenden Wahltermine in Oberthulba wieder in Einklang gebracht. Getrennt waren die Wahlen seit 1982. Seinerzeit zog der damalige Bürgermeister Herbert Neder (CSU) nach dem Tod eines Abgeordneten in den Landtag ein. Neders Nachfolger wurde Gerhard Adam (CSU).