Bauanträge und Baumaßnahmen beherrschten am Dienstag die Tagesordnung der ersten Sitzung des Bad Bockleter Gemeinderats nach der Sommerpause. Dabei ging es sowohl um private Bauvorhaben als auch um die Teilsanierung der Aschacher Zehnthalle und die weitere Sanierung der Ortsverbindungsstraße zwischen Hohn und dem Staatsbad.

Im Rahmen der von Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) verkündeten "Schlaglochoffensive", mit der die Verwaltung größere Straßenschäden umgehend beseitigen will, wurden nach einer Schadensaufnahme bereits die Ausbesserungen am Kirchplatz und am Amselweg in Bad Bocklet, in der Kurve der Großenbracher Straße Im Hinterfeld und eines Teilstücks der Aschacher Ringstraße behoben oder schon in Auftrag gegeben. Die Kosten hierfür belaufen sich auf knapp 33 500 Euro und sind durch die im Haushalt insgesamt eingestellten 50 000 Euro gedeckt.

Die restlichen 16 500 Euro sind für die weitere Sanierung der Ortsverbindungsstraße zwischen Staatsbad und Hohn vorgesehen. Im vergangenen Jahr war bereits die Deckschicht von der Brücke in Richtung Bad Bocklet bis zum Waldrand erneuert worden. Inzwischen hat sich der Zustand der Straßendecke im Waldstück derart verschlechtert, dass nach Auffassung der Verwaltung "dringender Handlungsbedarf" besteht. Bürgermeister Andreas Sandwall und Geschäftsleiter Thomas Beck empfahlen deshalb dem Gemeinderat, nicht nur - wie ursprünglich beschlossen - ein kurzes Teilstück, sondern die gesamte im Wald verlaufende Straßendecke zu erneuern. "Wir müssen jetzt handeln", mahnte Beck eindringlich. Die komplette Straßendecke soll abgefräst und neu asphaltiert werden.

Doch für diese nun größere Maßnahme hat die mit den laufenden Arbeiten beauftragte Firma Müller Bau (Bad Bocklet) ein Angebot von 24 350 Euro vorgelegt. Damit würde der im Haushalt eingestellte Mittelansatz um fast 7800 Euro überschritten. Der Gemeinderat folgte der Empfehlung der Verwaltung und genehmigte einstimmig die Bereitstellung der zusätzlich erforderlichen Haushaltsmittel.

Aufträge für Bauhof vergeben

Bauhofleiter Stefan Metz informierte den Gemeinderat im Nachgang zu dessen voriger Sitzung am 24. Juli, dass alle Außen- und Innenputzarbeiten an der Unterstellhalle im Bauhof an die Firma Wehner & Geis in Großenbrach vergeben wurden. Deren Angebot lag mit 27 090 Euro noch unter der Kostenschätzung von 27 750 Euro. Das teuerste Angebot anderer Bewerber hatte bei 38 250 Euro gelegen.

Die Teilsanierung der Zehnt-halle in Aschach geht voran. Bürgermeister Andreas Sandwall versprach dem Gemeinderat in Kürze eine Zusammenstellung der bisherigen Ausgaben und eine baldige Ortsbesichtigung. In der Sitzung verlas Stefan Metz eine Information an den Gemeinderat, wonach die Firma Jochen Burger (Steinach) mit dem Gewerk Türen und Fenster beauftragt worden sei, die Firma Daniel Bocklet (Steinach) mit den Wand- und Bodenbelagsarbeiten. Burger hatte als einzige Firma ein Angebot von 25 430 Euro abgegeben. Die Kostenschätzung lag bei 25 225 Euro. Die Firma Bocklet hatte mit ihrem Angebot von 21 508 Euro den einzigen Mitbewerber (22 910 Euro) unterboten. Die Kostenschätzung hatte hier bei nur 18  645 Euro gelegen.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung waren ein Tekturantrag aus Nickersfelden zur Errichtung einer Kfz-Werkstatt, ein Antrag aus Bad Bocklet zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garage sowie eine isolierte Befreiung zur Errichtung eines Garten- und Gerätehauses in Roth vom Gemeinderat jeweils einstimmig genehmigt worden. Der Tekturantrag war nach geforderten Änderungen zwischenzeitlich nachgebessert worden. Dem Bauantrag aus Bad Bocklet hatten zwei Nachbarn zwar widersprochen, doch sah der Gemeinderat keinen Grund, wegen der Grenzbebauung dem Antragsteller die Befreiung von den Normmaßen des Bebauungsplans zu verweigern.