Die Rhön soll die bekannteste Mittelgebirgsregion Deutschlands werden. Das ist erklärtes Ziel von Thorn Plöger, dem Geschäftsführer der Rhön GmbH. Allerdings trägt der Schwarzwald diesen Titel schon lange. Grund genug, der Region einen Besuch abzustatten, auch, um zu sehen, wie die Verantwortlichen dort arbeiten, heißt es in einer Pressemittelung der Rhön GmbH.

Gemeinsam mit den Landräten Peter Heimrich (Schmalkalden-Meiningen), Reinhard Krebs (Wartburgkreis), Thomas Bold (Bad Kissingen) und Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld) sowie den Wirtschaftsförderern aus den Landkreisen Fulda, Bad Kissingen und dem Wartburgkreis haben Plöger und seine Stellvertreterin, Jennifer Rother, in der vergangenen Woche eine zweitägige Exkursion in den Schwarzwald unternommen. "Wir sind dem Wunsch unserer Gesellschafter nachgekommen, die sich ein Bild machen und vergleichen wollten, ob wir in der Rhön auf dem richtigen Weg sind oder nicht", erklärt Plöger.

Im Schwarzwald wartete ein straffes Programm auf die Exkursionsteilnehmer. Sie lernten die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) kennen, deren Gesellschafterversammlung aus 320 Kommunen besteht. "Interessant war, wie sie zusammenarbeiten", sagt er. Zum Vergleich: Die Rhön GmbH wird von fünf Gesellschaftern betrieben. Außerdem lernte die Delegation einige Projekte und Schwerpunkte der STG kennen. "Ich fand die Konus-Karte und die Schwarzwald-Card sehr interessant", erklärt Plöger. Mit der Konus-Karte können Touristen den Schwarzwald zwischen Pforzheim und Basel sowie zwischen Karlsruhe und Waldshut mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), mit den Bussen und Bahnen in neun Verkehrsverbünden, kostenfrei bereisen und erkunden. Die Schwarzwald-Card berechtigt zum teilweise freien Eintritt in drei frei wählbare Attraktionen, unter anderem in Frei- und Schwimmbädern, Museen oder Bergwerken. "Beide Karten bieten hervorragende Möglichkeiten zur Vermarktung", lautet Plögers Fazit. Er kann sich ähnliche Modelle auch in der Rhön vorstellen. Parallel dazu befassten sich er und seine Mitreisenden mit den Themen Digitalisierung, Buchungsmöglichkeiten und Gastgeberkonzepten im Schwarzwald. Dabei erfuhren sie auch, mit welchen Beratungsfirmen die Kommunen zusammenarbeiten. Zur Auflockerung des Programms wurde die Badische Staatsbrauerei Rothaus besichtigt.

"Unsere Gesellschafter haben gesehen, wir sind auf dem richtigen Weg und nah dran. Die Exkursion hat unseren Horizont erweitert", fasst Plöger die Erkenntnisse zusammen. Nun müsse überlegt werden, welche Ideen sich auch in der Rhön umsetzen ließen, welche ganz neu entwickelt werden müssen. "Wir brauchen eine Destinationstrategie", fügt er hinzu. Diese legt mit konkreten Maßnahmen fest, wie der Tourismus in der Rhön weiter gefördert wird. Schließlich soll sie, so das Ziel, die bekannteste Mittelgebirgsregion Deutschlands werden.