"Wo kriegen die denn immer die schönen Mädchen her"? wurde am Prominententisch anerkennend geraunt, als das Rätsel gelüftet war, wer in diesem Jahr die Linsenspitzerkrone tragen darf. "Da folgt eine Schönheit der anderen", meint Stadträtin Martha Müller, als die noch amtierende Regentin Jennifer I. unter "Standing Ovations" die Linsenspitzerkrone an Tabea I. übergab. Elegante Erscheinungen in Traumkleidern. Ein Anblick wie auf dem roten Teppich einer Gala.

Doch damit längst nicht genug der schönen Mädchen. Wenn die ganz jungen "Blauen Husaren" die Beine schwingen und die Prinzengarde - jung und in Rot - exakt in Formation über die Bühne wirbelt, dann lässt sich erahnen, woher die Prinzessinnen kommen. Wer seit Jahrzehnten den Tanzsport im Fasching so pflegt wie die Fidelia, der hat dann die angenehme Qual der Wahl bei ihren Repräsentantinnen. Mit Tabea I. repräsentiert dann auch ein Eigengewächs die Fidelia. Aufgewachsen nur ein Steinwurf von der Krone Halle und aus einer Familie, die den Reitsch'wieser Fasching mitgeprägt hat. Die fröhliche 23- jährige Verwaltungsangestellte sieht das, was auf sie zukommt als Krönung des Faschingslebens und will die Zeit fröhlich und ganz bewusst genießen.

Ironman durchschwimmt den Garitzer See

Der Kür vorausgegangen war ein lustiges Ratespiel, rund um die neue Prinzessin. Kleine Videos waren gedreht worden. "Traut er sich oder traut er sich nicht"? hieß das Motto für ungewöhnliche Herausforderungen ausgesuchter Fidelia Aktiver. Verantwortlich für die Drehs, Oliver Schönwiesner, Elferrat und stolzer Papa der neuen Prinzessin. Star dieser Mutproben ist unbestritten Rainer Schubert, diesmal nicht als Hoffotograf der Fidelia, sondern als mutiger Schwimmer. Wer im Feindesland - nämlich in Garitz - bei fünf Grad Außen- und acht Grad Wassertemperatur durch den See schwimmt, dem ruft nicht nur die Garitzer BTC Abordnung ein dreifach kräftiges "Tümpel Durst" zu, diese coole Socke feiert zurecht der ganze Saal.

Till von Franken für Sabine Metz

Launig zeichnet Klaus Mültner vom Faschingsverband Franken (FVF) verdiente Aktive der Fidelia aus. Den Sessionsorden erhalten Luisa Matthes, Daniel Kleinhenz, Lorena Zimmermann, Michaela Ziegler und Corinna Krzossok. Marco Kiesel, erhält für 15 Jahre aktiver Mitarbeit in der Technik und als Verantwortlicher für die Maibaumaufstellung den Verdienstorden des FVF. Mit dem Till von Franken darf sich Sabine Metz schmücken. Als Tänzerin, Prinzessin, Trainerin, Vorstandsmitglied und Verfasserin der Chronik des Vereins ist dies ein verdienter Lohn für ihr langjähriges Engagement.

Jetzt auch noch ein Prinz?

Es geht also - flott moderiert vom Vorsitzenden Mathias Bühner und Alexander Pusch - Schlag auf Schlag bei der Proklamation. Die Tanzgruppen liefern einen ersten Nachweis ihres Könnens. Aber dann folgt eine Premiere, die den Reiterswiesenern die Zornesröte auf ins Gesicht treibt. Da wagt doch tatsächlich ein Poppenröther, sich als Faschingsprinz für die Linsenspitzer zu bewerben. Hermann, alias Stadtrat Klaus Bollwein, mehr oder weniger gedrängt von Gattin Mathilde (Birgit Schreiber) will als Prinz Herrmann I. für Reiterswiesen antreten, um Mathilde's Traum als Prinzessin endlich zu erfüllen. Wunderbar stimmige Persiflage auf den Rummel rund um das höchste Amt im Fasching.

Es ertönt ein fetziges Lied zum Mitsingen als krönender Abschluss für eine flotte Proklamation, bevor die Bar gestürmt wird. Typisch Fidelia halt.