Mit dem Wasser ist Thulba eng verbunden. Das gilt nicht nur in Bezug auf das malerische Flüsschen Thulba und Wasserskiläufer und Skateboarder auf dem See, sondern neuerdings auch für die ansässige Kindertagesstätte (Kita) St. Elisabeth. Jetzt erlangte diese Kita offiziell den Rang einer "Unterfränkischen Wasser-Kita".

"Schon im zarten Kindesalter gilt es, das Bewusstsein für den Wert reinen Wassers zu schärfen", sagte Dr. Anne-Kathrin Jackel, als die Kita-Leiterin Birgit Armbruster die Zertifizierungs-Urkunde überreichte. Mittlerweile sei es die 20. Wasser-Kita im Bezirk Unterfranken, bestätigte Jackel. Sie leitet die Grundwasser-Schutzaktion der Regierung von Unterfranken. Im Landkreis Bad Kissingen sind Thulba und Premich zurzeit die einzigen Wasser-Kitas.

Bereits Mitte Januar hatte es in der Kita St. Elisabeth eine vorbereitende Informationsveranstaltung für die Erwachsenen gegeben. "Sowohl die Eltern als auch die Erzieherinnen sind sich bewusst, dass Wasser eine wichtige Lebensgrundlage für uns ist", sagte Armbruster. Besteht doch der menschliche Körper zu etwa 70 Prozent aus Wasser. "Das Gefühl für die Bedeutung des Wassers zu vermitteln, das ist der wichtige pädagogische Ansatz", sagt Jackel. Aus vorangegangenen Wasser-Kita-Projekten habe sie seit 2014 überwältigend positive Rückmeldungen erhalten. Das Wissen dieser Einrichtungen werde in kollegialer Weise untereinander ausgetauscht.


Wasser macht auch großen Spaß

Doch macht das Element Wasser auch schon den Kleinkindern richtig Spaß. Zum Beispiel, wenn geplanscht werden darf oder wenn kleine Schiffchen darauf fahren dürfen. Aber auch, wenn sie interessante Kleinlebewesen aus dem Bachlauf mit der Hilfe eines Lupenschauglases untersuchen können. Köstliches frisches Trinkwasser kommt aus dem Versorgungssystem der Marktgemeinde Oberthulba. Das ließen sich die Kids jetzt auf ihren Zungen zergehen. Die Erwachsenen prosteten den Kindern zu und freuten sich über einige Lieder, die diese zum Thema "Wasser" sangen.

"Unsere Aktion Grundwasserschutz zielt darauf ab, die Bürger für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und Verantwortung zu wecken", ist Jackels Begleitschreiben zu entnehmen. Dazu gehören zum Beispiel die Bereiche Abfallvermeidung, grundwasserverträgliche Landwirtschaft und Partnerschaften für aktiven Grundwasserschutz. Bei den Kleinkindern soll bereits das Bewusstsein für das Thema sauberes Trinkwasser geweckt werden. "Die Sprache erlernt man ja schließlich auch in diesem Alter", so Jackel.