Der Ranger-Shop ist seit Dienstag geschlossen, wie Claus-Volker Selck, Inhaber und Geschäftsführer von Ranger-Shop.de, gestern auf Nachfrage der Saale-Zeitung bestätigte. Die zwei Vollzeitkräfte und die Aushilfen seien gekündigt. Die Kartons, die sich in den Schaufenstern stapeln, sind gestern einigen Passanten aufgefallen.

Ranger-Shop.de, Ausrüster und Versandhändler für Outdoor- und Militärartikel, hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. Selck erklärte, dass die Aufgabe der Filiale damit zusammenhängt. "Wir wollen das Unternehmen sanieren. Mit der Insolvenzverwalterin ist daher schnell die Entscheidung gefallen, den Laden in Hammelburg zu schließen", sagte er. Selck sprach von wirtschaftlichen Gründen wie den Kosten für Warenbestand und Lagerhaltung. Hammelburg war einer von drei Filial-Standorten, die Ranger-Shop.de neben dem Internet- und Versandhandel betreibt. Die beiden Ladengeschäfte in Osterrönfeld und Munster bleiben laut Selck erhalten.

"Hammelburg war nie der ertragsstärkste Standort", sagte Selck. Die Entscheidung nach Hammelburg zu gehen sei "strategisch und nicht ertragsorientiert" gewesen. Zu den Kunden gehörten vor allem Soldaten. Die habe er durch die Präsenz in Hammelburg auf das Internet- und Versandangebot aufmerksam machen wollen. Selck sprach aber von einem Umsatzrückgang durch die Veränderungen am Bundeswehrstandort.

In den Geschäftsräumen in der Bahnhofstraße 55 war vor dem Ranger-Shop der Möbelladen Hufnagel zu finden, bevor dieser in das Gewerbegebiet Thulbafeld zog.