Ortsvorsitzender Steffen Hörtler begrüßte als Gastredner den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CSU im Bayerischen Landtag, Josef Zellmeier, MdL.

Im Vorfeld der politischen Veranstaltung nahmen die Gäste die Gelegenheit wahr, bei einer Führung die regionale Vinothek "KissVino" und die Exponate von Künstlern aus der Region in Augenschein zu nehmen.

Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier ging zunächst auf die Schwierigkeiten bei den Koalitionsverhandlungen ein. "Die Unionsparteien haben sich als einzige Kraft gezeigt, die regieren will und kann", sagte der CSU-Abgeordnete. Eine stabile Regierung sei jedoch sehr wichtig. Immer wieder habe die Union ihre Kompromissbereitschaft erklärt. Z "Aber wir werden nicht unsere Seele verkaufen", so Zellmeier.

In seiner Rede machte er die CSU-Position zur Flüchtlingspolitik deutlich. Mit der Aufnahme von 1,5 Millionen Flüchtlingen habe man eigentlich schon die Obergrenze erreicht. Es gehe nun darum, sie zu integrieren und ihnen die deutsche Leitkultur zu vermitteln. Dazu gehörten die Religionsfreiheit und die Achtung unserer Sitten und Bräuche.

Zellmeier ging auf das Thema "Innere Sicherheit" ein und erwähnte neben der vorgesehenen Einstellung von 15 000 Polizeibeamten ein eigenes Landesamt für Asyl und die Erleichterung bei der Rückführung abgelehnter Asylbewerber. Schlecht sei, dass einige Länder - unter anderem Pakistan - nicht gewillt seien, ihre Staatsbürger zurück zu nehmen.

Positiv sei bei den Koalitionsgesprächen die Erhöhung der Mittel für die Schulen. In den vergangenen 61 Jahren habe es in Bayern stets CSU-Regierungen gegeben, denen der Aufstieg Bayerns zu verdanken sei. Es gebe beste Voraussetzungen, dass die CSU im Herbst wieder die Regierung stelle. Markus Söder als designierter Ministerpräsident sei "der richtige Mann zur richtigen Zeit".

Wie man mit der AfD umgehen solle, wollte einer der Anwesenden wissen. Zellmeier sagte, man solle die AfD nicht diskriminieren und auch nicht mit der Geschäftsordnung tricksen, damit sie sich nicht als Märtyrer aufspielen könnten. In der Argumentation müsse man sorgfältig sein.

Zellmeier lobte in seiner Rede mehrfach seinen Kollegen Sandro Kirchner, der sehr gute Arbeit im Maximilianeum leiste.