Statt der ursprünglich veranschlagten 350 000 Euro soll die Sanierung des Pfarrheimes 480 000 Euro kosten. Damit kommen auf alle, die an der Finanzierung beteiligt sind, Mehrkosten zu. Der Gemeinderat sprach sich nach längerer Diskussion dafür aus, den Zuschuss der Gemeinde von 70 000 auf bis zu 96 000 Euro zu erhöhen, der Fördersatz bleibt damit bei 20 Prozent. Einig waren sich die Räte, dass das Pfarrzentrum aus den 1960er Jahren ein lebendiger Mittelpunkt des Gemeindelebens bleiben soll.

Vermutlich nicht in voller Höhe ausgeschöpft wird für die Bauarbeiten ein zinsloses Darlehen in Höhe von 175 000 Euro, das die Gemeinde 2017 als Zwischenfinanzierung zugesichert hatte, bis der Zuschuss der Diözese eintreffen würde. Diese will nämlich 50 Prozent des Bauvorhabens tragen. Laut Kirchenpfleger Bernhard Sixt sind die Fördermittel für 2020/2021 angekündigt. Eigentlich hatte die Kirchengemeinde schon 2019 bauen wollen. Doch da waren Bauaufwand und Finanzierung unklar. Unter anderem ist jetzt geplant, das Gebäude in schwieriger Hanglage über einen Aufzug sowie den Einbau von neuen Toiletten behindertengerecht zu machen. Dazu soll im Bereich des Stuhllagers ein neuer Eingangsbereich geschaffen werden. Bei den Voruntersuchungen hat sich nun herauskristallisiert, dass die Statik des vorhandenen Daches den Änderungen nicht standhält. Dort nagen Holzwürmer. Deshalb müsse der Dachstuhl erneuert werden. Geplant ist auch ein neues Lichtkonzept. Als Reaktion auf die Kostensteigerung wolle man alle Sparpotenziale ausloten, so Sixt.

Der Rotstift soll auch bei der Modernisierung der vorhandenen Sanitärräume angesetzt werden. Außerdem solle die Eigenleistung von den Mitgliedern der Kirchengemeinde erhöht werden. Die Fertigstellung wird für 2022 angepeilt. Wolfgang Dünnebier