Am 26. August 1978 wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Bad Kissingen und Eisenstadt im Rathaus der burgenländischen Hauptstadt feierlich unterzeichnet. Anlässlich dieses Jubiläums besuchte jetzt eine Kissinger Delegation bestehend aus Mitgliedern des Stadtrates und des Städtepartnerschaftskomitees sowie der Stadtverwaltung Eisenstadt.


Viel Gold für die Kissinger

Angeführt von Oberbürgermeister Kay Blankenburg und Drittem Bürgermeister Thomas Leiner wurde die 40-köpfige Delegation von Bürgermeister Thomas Steiner in Eisenstadt empfangen. "Bad Kissingen und Eisenstadt sind mehr als nur Partnerstädte. Seit mittlerweile vier Jahrzehnten verbindet die beiden Städte eine innige Freundschaft, die weit über die offizielle Kooperation hinausgeht", betonte Steiner. Blankenburg schloss sich dem an. Für ihn ist die Städtepartnerschaft zwischen Bad Kissingen und Eisenstadt "etwas ganz Besonderes, eine Städtepartnerschaft, die von echten Freundschaften getragen wird".
Zum offiziellen Festakt im Rathaus war auch Bürgermeister a.D. Kurt Korbatits, der im August 1978 den Partnerschaftsvertrag seitens der Landeshauptstadt unterschrieb, gekommen. Höhepunkt waren Ehrungen und Auszeichnungen für Mitglieder der Delegation aus Bad Kissingen, die der Stadtrat von Eisenstadt anlässlich des Jubiläums "in Anerkennung der besonderen Verdienste um die Vertiefung der Zusammenarbeit und Freundschaft" beschlossen hatte. Dabei gingen Verdienstkreuze in Gold an Kissingens OB Kay Blankenburg und an Klaus Horch. Verdienstzeichen in Gold erhielten Dietrich Försch, Eva Knauer, Norbert Koloczek, Dritter Bürgermeister Thomas Leiner und Kulturreferent Peter Weidisch. Verdienstnadeln in Gold bekamen Bernd Hammer, Renate Horch, Alexander Koller, Evelyne Koloczek und Petra Leiner.
Regen Zuspruch fand auch die musikalische Umrahmung des Frühschoppens durch das Bad Kissinger Jugendmusikkorps: Bei frühsommerlichen Temperaturen spielte das Ensemble ein Platzkonzert im Herzen der Fußgängerzone.
Das Besondere an der Städtepartnerschaft zwischen Bad Kissingen und Eisenstadt ist, dass es mittlerweile keiner formellen und offizielle Anlässe mehr bedürfte, um die Städtepartnerschaft mit Leben zu füllen. Es haben sich neben den offiziellen Besuchen von Delegationen in den vergangenen Jahren auch unzählige persönliche Kontakte entwickelt und enge Freundschaften gebildet. Ein gutes und tragendes Beispiel dafür sind die beiden Feuerwehren. Hier gibt es einen regen Austausch. Auch bei Veranstaltungen sind die jeweiligen Partnerstädte gern gesehene Gäste. So besuchen Eisenstädter regelmäßig das Rakoczy-Fest in Bad Kissingen, und bei den Wein- und Genusstagen in Eisenstadt gibt es einen eigenen Stand mit Spezialitäten aus Kissingen, den engagierte Ehrenamtliche des Städtepartnerschaftskomitees seit Jahren betreuen.
Oberbürgermeister Kay Blankenburg spannte den Bogen von den "echten Freundschaften, die zwischen den Menschen in unseren beiden Städten entstanden sind" zur großen Politik: "Die Geschichte der Städtefreundschaften in Europa ist auch eine Geschichte des Friedens und der Versöhnung. Frieden, Freundschaft, Sicherheit sind nicht gottgegeben, sie müssen gewollt und gepflegt werden. Wir können und wollen auf kommunaler und privater Ebene weiter zur Erhaltung dieser Werte beitragen und für sie kämpfen, gerne mit Euch zusammen, liebe Freunde", rief er die Grundlagen der gelebten Städtepartnerschaft ins Bewusstsein. Der ehemalige Kissinger Stadtratsbeauftragte für die Städtepartnerschaften und Ehrenpräsident des Städtepartnerschaftskomitees Dietrich Försch zeigte sich begeistert vom herzlichen Empfang in Eisenstadt. "Mir gefällt immer wieder insbesondere die herzliche und unkomplizierte Art der Eisenstädter." pew