Normalerweise dauert die Stadtstrand-Saison etwas länger in Bad Kissingen. Ende August, Anfang September wird die "Wanderdüne" aus 150 Tonnen Oberpfälzer Sand unterhalb der Ludwigsbrücke und gegenüber dem Regentenbau in der Regel abgebaut. In diesem Jahr passiert dies schon einige Tage früher. "Das haben wir mit der Stadt einvernehmlich abgesprochen. Das hängt mit der Bewerbung Bad Kissingens zum Weltkulturerbe zusammen", erklärt Senior-Chef Manfred Griebel auf Nachfrage.

Griebel: Konzept passt als Ganzes

Der Bad Neustädter Gastronom ist mit seinen Söhnen Florian und Johannes, die den Stadtstrand am Westufer der Saale betreiben, hoch zufrieden über die gerade ablaufende Saison. "Das Konzept passt als Ganzes. Mit der Musik-Auswahl haben wir die richtige Bandbreite getroffen. Wir sind direkt an der Saale und am Kurpark und dennoch nah an der Innenstadt, das gefällt unsere Besuchern", wertet Griebel. Auch die langanhaltende Hitzeperiode in diesem Sommer habe ihnen nichts an Frequenz gekostet.

"Klar, bei der größten Hitze geht man lieber ins Schwimmbad oder an den Badesee. Aber der Abend gehört uns. Weil wir direkt an der Saale liegen, kühlt es angenehm ab in diesen heißen Phasen", weiß der Senior-Chef der in Bad Kissingen ansässigen Griebel Event Managemant GmbH. Zudem habe sich auch die neue Wettersicherheit des Stadtstrands positiv ausgewirkt auf die Besucherzahlen in diesem Jahr. "Um unsere Gäste vor Regengüssen zu schützen, haben wir schöne Einbauten mit Zelten vorgenommen", so die Betreiber-Familie aus Bad Neustadt, die in dieser Saison erstmals alleine für den Stadtstrand zuständig war. Auf besonderen Kundenwunsch hin habe man auch die Zahl der Liegestühle erhöht. "Das hat sich ebenfalls bestens bewährt - genauso wie die erstmals angebotenen VIP-Toiletten. Damit haben wir unseren Qualitätsstandard enorm erhöht", so Manfred Griebel. Weit über 600 Gäste bekommen Platz auf 200 Stühlen auf der Holzterrasse, davon 80 "wetterfest" unter einem Zeltdach, 40 Plätze unter einem Brückenbogen, etwa 60 im Fischerhaus und auf den 300 Liegestühlen sowie in den zehn Strandkörben.

Wichtig war den Griebels aber auch der Sicherheitsstandard: "Wir sind in diesem Jahr häufig gefragt worden, warum wir den Sperrzaun direkt vor der Saale aufgebaut haben. Das hat einzig mit der Sicherheit der Kleinkinder zu tun, die bei uns auch häufig mit ihren Familien zu Gast sind." Und die kämen meist sonntags, während Donnerstag, Freitag und Samstag die gesamte Breite des Publikums am Stadtstrand zu finden war. "Wir haben auch heuer wieder viele Stammbesucher erlebt. Gerade Bad Kissinger Gäste sind häufig darunter, deren Mund-Propaganda in diesem Klientel nicht zu verachten ist", erzählen die Griebels.

Lust auf die nächsten Jahre

Übrigens seien in den gesamten 15 Wochen seit Mitte Mai keinerlei Beschwerden an sie gerichtet worden. "Es war eine super tolle Saison, die uns Lust auf die nächsten Jahre macht", so der Senior-Chef. In diesem Jahr wurde der Vertrag mit der Stadt um weitere drei Jahre verlängert. "Das ist ein Zeichen dafür, dass auch die Stadt damit zufrieden ist", sagte Thomas Hack , Pressesprecher der Stadt Bad Kissingen, am Anfang der Stadtstrand-Saison.

Am Donnerstagsabend spielen als letzter Musik-Act in dieser Saison die Jets auf gegenüber dem Regentenbau. Am vergangenen Wochenende hat diese Oldie-Gruppe schon beim Weinfest am Marktplatz viele Besucher angelockt. "Wir sind gerüstet", sagen die Griebels - auch, was den Abbau betrifft. Die Alm werde dann nach Bad Neustadt verfrachtet, wo sie im November wieder an der Eisbahn aufgebaut wird. Und für die nächste Saison verspricht Griebel eine Überraschung für den Bad Kissinger Stadtstrand. "Die hängt mit der Örtlichkeit zusammen. Mehr kann ich aber noch nicht sagen, da sich das Projekt gerade in der Konzeptphase befindet!"