Frank Schmitt aus Steinach und die Musik: ein unzertrennliches Paar. Von Kindesbeinen an ist er dem Akkordeon, genauer gesagt der Steirischen, zugetan. Mit den "Heustreuern" sammelt er Konzerterfahrungen, um dann als Frontmann bei "Rhöner Bluat" die Fest- und Konzerthallen der Region in Verzückung zu versetzen.

Seit einigen Jahren tourt er mit dem satirisch-kabarettistischen Trio Spilk durch die Lande und hat es sogar zur Närrischen Weinprobe damit geschafft. Doch ruhen lässt das den Musikus nicht, den es aus musikalischen Gründen selbst bis nach Irland zieht. Sein neuestes Projekt steht in den Startlöchern.

Frank Schmitt hat ein klares Ziel: "Unser Projekt wird die Alternative zu den karierten, faulen, einfalls- und niveaulosen Party-Sumpf-Bands sein", gibt er schon einmal die Richtung vor. "Bergwerk" nennt sich das musikalische Projekt, das sich zwischen Schlagern, Volksmusik und Klassikern der Bierzelt-Unterhaltung bewegt.

Seit 1998 ist Schmitt in Bierzelten und Hallen zwischen Main, Saale und Rhön unterwegs. Er müsste also wissen, was das Publikum braucht.

Angesprochen werden soll ein Publikum über 30 Jahre. "Es sind die Leute, die um 20 Uhr aufs Fest gehen, essen und sich begeistern lassen, ohne dabei gleich auf die Tische zu springen", erklärt der Steinacher. "Schwachsinnsparolen à la zicke zacke, zicke zacke soll es nicht geben", sagt Frank Schmitt.

Klar abgrenzen will sich das Bergwerk-Projekt von der allseits grassierenden Mode der "Malle-für-alle"-Parties. Dafür hat Schmitt nur Spott parat: "Das Probeverhalten der Bands zeugt von Unvermögen, die Musik strotzt vor MIDI-Files aus dem Internet, die plumpe Zwangsanimation nervt, und ein Agentur-Kartell macht sich die Taschen voll", schimpft der Spilk-Sänger.

Für sein Bergwerk-Projekt hat "Franky" Schmitt schon die Mitstreiter zusammen. Das Bühnen-Outfit ist konzipiert, und die ersten Termine stehen auch schon, obwohl noch niemand die Gruppe gehört hat. Wer sich die Songliste anschaut, bekommt einen Eindruck, was "Bergwerk" zum Jahresstart 2019 in die Mikrofone singen und in die Verstärker spielen wollen.

Es stehen Hütten-, Bergsteiger- und Wilderer-Lieder auf dem Programm vom Schlage "Granatenpolka", "Dem Land Tirol die Treue" oder natürlich dem viel näher liegenden "Kreuzberglied". Die Schürzenjäger erklingen, Alpenrock oder auch Hits von Andreas Gabalier.

Das zweite große Repertoire-Standbein von "Bergwerk" wird Austromusik sein. Ganz viel Österreichisches steht auf der Playlist von Reinhard Fendrichs "Strada del Sole" über Wolfgang Ambros' "Es lebe der Zentralfriedhof" bis hin zu "Irgendwann bleib i dann dort" von STS. Noch etwas Spider-Murphy-Gang, Falco und Grönemeyers "Bochum", schon hat man eine ungefähre Ahnung, was "Bergwerk" im Schilde führt.

Die Gruppe wird als Sextett auftreten. Zu Frank Schmitt gesellt sich Marcel Hein (Burglauer) an Gitarre und Trompete. Philipp Beinhauer aus Langenleiten ist mit der Solo-Gitarre mit von der Partie. Johannes Kehl (Hohenroth) am Schlagzeug, Stefan Hergenröder (Riedenberg) am Bass und Tobias Hofherr aus Niederwerrn am Keyboard ergänzen die Combo. Dazu kommen noch Gastmusiker wie Juli Elting (Gitarre), Enrico für die italienischen Momente und Spilk-Kompagnon Joachim Bühner am Bariton.

Bescheidenheit kennt Franky Schmitt nicht bei seinem jüngsten Band-Projekt: "Ich bin mir sicher, dass unser Projekt einschlägt und Kultstatus erlangt, weil ich weiß, was der Rhön musikalisch fehlt", sagt der Bandleader. Der erste Auftritt wird 12. Januar in der Rhönfesthalle Stangenroth sein.