Der Bereich um den Runden Brunnen soll - endlich - neu gestaltet werden. Am gestrigen Mittwoch stimmte der Bauausschuss den Plänen des Staatlichen Bauamtes zu. Der Brunnen wird eine Plexiglas-Kuppel erhalten und so wieder erlebbar werden. Gut zehn Meter weiter ist ein Betriebsgebäude für die Technik der Heilquelle geplant. Nach Auffassung der Verwaltung fügt sich die nun vorgelegte Planung in das Umfeld des Gradierbaus ein. Das sah auch der Bauausschuss so.

Der Runde Brunnen, der ursprünglich der Kochsalzgewinnung diente und heute als Heilwasser genutzt wird, war einst vom Salinenbad, später von der Heinz-Kalk-Klinik überbaut. Nach dem Abriss des Krankenhauses anno 2009 blieb eine Brache übrig. Der Brunnen versteckt sich seitdem hinter einer Holzhütte, aus dem Boden ragende Rohre komplettieren den tristen Anblick des Areals.

Bereits im November 2013 hatte das Staatliche Bauamt dem Bauausschuss eine Planung für die Überbauung des Runden Brunnens vorgestellt. Generell stimmte der Bauausschuss damals zwar zu, wünschte aber ein anderes Baumaterial. Das Staatliche Bauamt wollte den Runden Brunnen mit Corten-Stahl überdachen. Dieser Stahl rostet zwar an aber nicht durch. Bad Kis singen hatte schon eine gewisse Erfahrung mit diesem Material, aus dem der Brunnen hinter der Wandelhalle und die Balustrade des Hochwasserschutzes gefertigt sind. Anscheinend nicht zu jedermanns Freude, so dass der Bauausschuss die Verwendung von Corten-Stahl am Runden Brunnen ablehnte.


Wieder erlebbar

Die dem Bauausschuss gestern vorliegende Planung sieht kein Dach mehr über der Heilquelle vor, sondern nur die Plexiglas-Kuppel, damit das regelmäßige Aufwallen des Wassers wieder erlebbar wird. Um die Kuppel herum werden Rohre aus gebürstetem Edelstahl aufgestellt. Eine Beleuchtung ist vorgesehen. Das Technik-Gebäude wird mit einer verputzten Außenhaut versehen und stellt sich als Kubus dar. Eine ursprünglich geplante bauliche Verbindung zwischen Quellenfassung und Betriebsgebäude wird es nicht geben. Ebenfalls geplant ist ein gut 90 Meter langer Weg, der die Tiefe des Brunnens symbolisieren soll. Entlang dieses Weges werden die Gesteinsschichten dargestellt, die der Brunnenschacht auf seinem Weg nach unten berührt.

Außerdem wird es im Betriebsgebäude in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Informationen zur Heilquelle geben. Wie das Wasserwirtschaftsamt bereits im Januar betont hat, wird noch heuer gebaut. Die Kosten liegen bei 1,7 Millionen Euro.


Kurgärtnerei gestaltet Umfeld

/> SPD-Stadtrat Klaus Lotter wollte wissen, was aus dem Umfeld des Runden Brunnens wird. Stadtplaner Wolfgang Russ betonte, dass dieses von der Kurgärtnerei gestaltet wird. In diesem Zusammenhang regte Lotters Fraktionskollege Bernd Czelustek an, die schon früher einmal im Gespräch gewesene Schaffung eines Sole-Sees bei der Planung des Umfelds mit zu berücksichtigen.