"Salve pater patriae! Bibas, princeps optime!" Auf diese Worte wartete das Publikum in der Rudi-Erhard-Halle von Burglauer auch in diesem Jahr mit Freuden. Ist es doch dann sicher, dass Bruder Elisäus seinen Weg durch den Saal auf die Bühne gefunden hat, seinen Maßkrug gefüllt mit Kreuzbergbier erhebt und der vor ihm sitzenden "Gemeinde" zuprostet.

Der angenehme Klang der anstoßenden Maßkrüge zog sich durch den ganzen Abend, das Kreuzbergbier schmeckte sichtlich gut, das Publikum war in Hochstimmung. Und dann begann Fredi Breunig alias Bruder Elisäus mit seiner Fastenpredigt, in der er nichts ausließ. Von der großen Politik, Frage: Was grenzt an Dummheit? Antwort: Mexiko und Kanada, über Bad Königshofen als Ort der Ruhe und Zufriedenheit (es war einmal) und Mellrichstadt (CSU fordert Rücktritt Seehofers) bis zu Landrat Thomas Habermann "unserem Rhöner Putin".

Aufklärung dazu: Habermann initiierte die Flixbusstrecke Mellrichstadt-Berlin, weil er seinen Sohn immer nach Zehla-Mehlis zur nächsten Haltestelle fahren musste. Der Sohn studierte in Berlin. Putin wollte in Sibirien telefonieren, es gab keine Verbindung. Am nächsten Tag stand dort ein Telefonmast.

Mit Husten das Garagentor öffnen

Dann war Bad Neustadt an der Reihe. Beim Bäcker im Elektro-Manger wird es immer um halb drei Uhr dunkel, weil die Sonne hinter dem Kunert-Turm verschwindet und im Campus passierte es, dass eine Dame mit Herzschrittmacher hustete und das Garagentor in der Tiefgarage ging auf. "Es klappt noch nicht so da oben am Berg", meinte Bruder Elisäus.

In Strahlungen gibt es Gespenster, in Salz wird der Maibaum geklaut und Münnerstadt hat seinen eigenen Brexit, das Schwimmbad, zählte er auf.

Bruder Elisäus hielt tüchtig den Politikern den Spiegel vor und erntete vom Publikum großen Applaus dafür. Brigitte Chellouche