Die für die Arbeiten am Luitpoldbad errichtete Baustraße wird nicht einfach zurückgebaut. An ihrer Stelle entsteht die fußläufige Erschließung des neuen Behördenzentrums. Das Projekt bildet den Abschluss der mehrjährigen Umgestaltung des früheren Badehauses zum Behördenzentrum. Das Haus selbst ist längst funktionsfähig. Die Bediensteten der Ämter und Institutionen, die vor Ort angesiedelt sind, arbeiten bereits seit vergangenem Herbst dort. Jetzt ist der letzte Schliff für Umgebung und Infrastruktur an der Reihe. In den nächsten Monaten prägen Stichworte wie Wegebau, Wegweisung und Rückbau der Baustraße das Geschehen.
Wobei, einen "radikalen Rückbau" der für die Baustellenfahrzeuge durch den Luitpoldpark gelegten Baustraße soll es gar nicht geben. Wie Erwin Full vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt auf Anfrage dieser Redaktion berichtete, entsteht in diesem Bereich stattdessen "der fußläufige Hauptzugang" zum Behördenzentrum. Wie der genau aussehen wird, vermag er noch gar nicht zu sagen. Details werden zurzeit noch diskutiert und geplant, so Full.


Barrierefreiheit

Eines der Details, um die es da geht, ist die Frage, wie der Zugang barrierefrei gemacht wird. Mit einem geschotterten Weg sei das nicht zu bewerkstelligen, erklärt Full. Da sei schon Asphaltierung nötig. Im Zusammenhang mit der Gestaltung des künftigen Zugangs zum Behördenzentrum sei auch im Gespräch, die Bushaltestelle in der Bismarckstraße zu verlegen. Sie solle wegen der Bediensteten der Institutionen im Luitpoldbad näher an die ehemalige Baustraße heranrücken.
Beschäftigt sind Planer und Arbeiter rund um das neue Behördenzentrum in den nächsten Monaten auch mit Wegebau. Wie Full dazu auf Nachfrage erläuterte, geht es am Saaleufer aber nur darum, die Wege so herzustellen, wie sie früher waren. Auch die Freiflächen am Arkadensteg und im Bereich der Kneippanlage werden wieder vollständig hergerichtet, hieß es, als der Stadtrat jüngst über das Thema beriet.
Eine weitere Aufgabe wird nach Fulls Worten sein, die im ehemals größten Badehaus Europas untergebrachten Einrichtungen für jedermann gut auffindbar zu machen. Dazu werde eine Beschilderung mit Informationsstelen entwickelt. Das helfe Bürgern nicht nur unmittelbar vor Ort zu sehen, wo man hin muss. Es gehe auch um Wegweisung Richtung Behördenzentrum in der Stadt.
Anlass für den Kissinger Stadtrat, sich mit den anstehenden Arbeiten zu beschäftigen, war jüngst übrigens der Antrag, die Arbeiten an den Außenanlagen über die grundsätzlich immissionsrechtlich geschützte Zeit der Saison hinweg bis Ende September laufen zu lassen. In Zwischentönen und Zwischenfragen gab es dazu auch leise Kritik. Der entsprechende Antrag sei erst am 12. April eingegangen, hieß es. Dabei handle es sich doch um Arbeiten, die man habe voraussehen können. Das Ja der Stadträte für diesen Antrag fiel dennoch einstimmig aus. Auch Beamte können eben mal Fristen aus den Augen verlieren. far