2011 wurde das Städtebauliche Entwicklungskonzept noch unter Bürgermeister Johannes Wegner verabschiedet. Die Bilanz nach viereinhalb Jahren fällt positiv aus: Der attraktive Marktplatz zieht die Blicke der Besucher auf sich und das Areal zwischen Rathaus und evangelischer Kirche wirkt hochmodern. Während sich manch einer gerade an das neue Parkraumkonzept im Altort gewöhnt, das 2015 umgesetzt wurde, steht schon die nächste städtebauliche Maßnahme an: Ein Entlastungsparkplatz am Ortsrand und die Aufwertung des Naherholungsbereichs zwischen Lauer und Maß.


Unbegrenzt parken

80 000 Euro hat die Regierung von Unterfranken jetzt in einer ersten Rate für dieses neue Großprojekt bereitgestellt, für das die Planer insgesamt 472 900 Euro veranschlagt haben. Bürgermeister Matthias Klement verspricht sich Etliches von diesen zehn bis 20 neuen Stellplätzen am östlichen Ortsrand unweit des Spielplatzes. Das Parken ist dort nämlich nicht, wie im Altort, auf zwei Stunden begrenzt, sondern man kann das Fahrzeug den ganzen Tag stehen lassen. Vielleicht finden so auch ein paar der Dauerparker aus dem Ortskern den Weg nach draußen.
Zudem erhofft sich Klement einen Anreiz für Besucher. Denn man kann von dort aus nicht nur zum Einkaufen in den Altort gelangen, sondern auch in Richtung Rothhausen oder Poppenlauer spazieren gehen. Nicht weit davon entfernt liegt der Radweg von Münnerstadt nach Stadtlauringen. Man parkt also sein Auto und fährt mit dem Radl weiter, hofft Klement.
Natürlich muss die fußläufige Anbindung an den Ort gelingen, damit Besucher den Parkplatz nutzen. Der bestehende Fußweg soll daher umgestaltet werden. Es gibt neue Laternen und selbst die Brücken über Lauer und Maß werden runderneuert, zählt der Bürgermeister auf. Eigentlich ist die gesamte Fläche um den Spielplatz herum mit in der Planung. Während Sand, Spielgeräte und Sitze bereits im Vorfeld ausgetauscht, beziehungsweise ausgebessert oder ganz erneuert wurden, sind jetzt die Außenanlagen an der Reihe.
In diesen Grünraum soll zudem die Lauer integriert werden, heißt es im Entwicklungskonzept. Nach Klements Angaben bedeutet dies, dass man Sitzstufen einbauen und damit die Lauer für Besucher "erlebbar" machen will. Die Kommune ist gerade dabei, mit den Planungsbüros Hatwieger (Üchtelhausen) und Arc.gruen (Kitzingen) das etwa 2600 Quadratmeter große Areal neu zu überplanen. Mit den Bauarbeiten könnte es im ersten Quartal losgehen, heißt es von der Regierung. Wenn es nach Bürgermeister Klement geht, soll der gesamte Bereich in 2016 fertig werden.


Sich regen bringt Segen?

Was den Breitbandausbau in der Marktgemeinde angeht, war Maßbach eine der ersten Kommunen, die eine Förderung beantragte. Jetzt wird der Naherholungsbereich mit Fördergeldern aufgewertet. Und unlängst gab die Regierung auch grünes Licht für die Beschaffung eines Hilfeleistungssatzes für die Maßbacher Feuerwehr, und damit für einen Zuschuss von 6000 Euro. Sich regen bringt also Segen? "Wenn man eine Vision hat, wie man etwas gestalten will, muss man rechtzeitig schauen, wo Gelder abrufbar sind", sagt Klement über die Fördermittel des Freistaats. An Visionen mangelt es dem Marktgemeindechef nicht. Die Sanierung des Dorfplatzes in Poppenlauer liegt ihm zum Beispiel sehr am Herzen. Eigentlich sollte das Areal schon umgestaltet sein. "Doch manchmal geht's nicht so, wie man sich's erhofft."
Auf jeden Fall will der Bürgermeister die Sanierung der Poppenläurer Ludwigsbrücke, ein kommunales Projekt, möglichst bald in Angriff nehmen. Wegen des Dorfplatzes steht er mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (Würzburg) in Kontakt, weil möglicherweise hierzu eine Förderung aus dem EU-Programm ELER fließen wird.
Ein langfristiges Projekt hingegen ist für ihn der Ausbau des Gewerbegebiets an der A 71. In Maßbach gibt es eher kleinere Betriebe mit wenigen Arbeitsplätzen, so Klement. An der Autobahnabfahrt könnte man aber vielleicht auch mal größere Firmen ansiedeln.
Dass die Marktgemeinde zukunftsfähig ist, steht für Klement außer Frage, schließlich ist sie schon jetzt für Zuzügler attraktiv. Er hat den Eindruck, dass derzeit sogar vermehrt junge Familien aus anderen Kreisgemeinden nach Maßbach ziehen. "Die Wege nach Schweinfurt und Würzburg sind über die Autobahn recht kurz und wir haben hier ein sehr attraktives Wohnumfeld." Isolde Krapf