Auch wenn es den Anschein hat, dass sich derzeit beim Projekt Dorfladen Premich kaum etwas tut, die Projektgruppe arbeitet in regelmäßigen Treffen weiter intensiv daran, das Vorhaben umzusetzen. Derzeit sind die Mitglieder dabei, eine kostengünstigere Variante zu erarbeiten.
Die erste Planung war dem Marktgemeinderat Burkardroth zu teuer, und auch die Kommunalaufsicht hatte Einwände.
Dieser Tage waren Mitglieder der Gruppe in Obersfeld bei Arnstein, wo ein ehemaliges Lager der VR-Bank zu einem Dorfladen umgebaut wurde. Eingeladen waren auch die Gemeinderäte des Marktes Burkardroth. Drei von ihnen, sowie Gerhard Zeller, der geschäftsführende Beamte der Gemeinde, und Gana Kravchenko, Managerin der Allianz Kissinger Bogen, waren der Einladung gefolgt.


Viel Eigenleistung

In Obersfeld, wo der Dorfladen vor zwei Jahren nach viel Eigenleistung beim Umbau in Betrieb ging, gaben die beiden Geschäftsführer Jeanette Biernoth und Bernd Reitz Auskunft über die Entstehung und Entwicklung ihres Ladens. Dass so ein Dorfladen-Projekt nicht über das Knie zu brechen ist, machten sie gleich deutlich. Vier Jahre hat es in Obersfeld gedauert von der Konzeption, bis zur Eröffnung. Dafür sei aber die schwarze Null beim Ergebnis deutlich schneller erreicht gewesen als geplant.
Deutlich machten sie auch, dass mit der Eröffnung die Arbeit nicht vorbei ist. Auch im Betrieb sei ehrenamtlicher Einsatz von den Projektmitgliedern gefordert - zum Beispiel beim Einräumen der Ware, denn sonst kämen zu viele Überstunden für das Personal zusammen. Das besteht in Obersfeld aus einer Marktleiterin und drei Teilzeitkräften. Biernoth, Reitz und ein weiterer Kollege teilen sich gemeinsam die Geschäftsführung.


Gespräch mit Unternehmen

In Obersfeld war die Lage des alten VR-Gebäudes mit seiner Lieferrampe im Gegensatz zu Premich so günstig, dass es problemlos möglich war, von der Straße her einen barrierefreien Zugang zu schaffen.
Den barrierefreien Zugang in Premich über eine lange Rampe halten die Projektmitglieder für wenig sinnvoll. Die wäre nötig, um im VR-Gebäude am Feuerwehrplatz eine Höhe von deutlich über einem Meter zu überwinden, um auf das Niveau des künftigen Verkaufsraums mit Café zu kommen. Die Projektgruppe ist nun im Gespräch mit Unternehmen, um zu einer besseren Lösung zu kommen.