Der Landkreis Bad Kissingen ist nicht jedes Jahr bei den Architektouren dabei. In diesem Jahr steuert er dafür gleich zwei Beispiele besonderer Architektur zu der Veranstaltung bei. Die Architektouren der Bayerischen Architektenkammer sind eine Art Leistungsschau der Planer. Jeweils am letzten Wochenende im Juni stellen Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner "qualitätsvolle Planungen" vor. Vor Ort geben Beteiligte Einblick in ihre Rahmenbedingungen, ihre Arbeit und deren Ergebnisse.


20 Objekte in Unterfranken

In Unterfranken sind am Samstag, 23., und Sonntag, 24. Juni, 20 öffentliche, private und gewerbliche Objekte zu besichtigen. Der Kreis Kissingen ist am Samstag mit dem generalsanierten Luitpoldbad und dem Naturfriedhof Nüdlingen vertreten. Für Besichtigungen und Erläuterungen öffnen sich bei den Architektouren nicht nur Neu- und Umbauten, schreibt die Architektenkammer. Auch Modernisierungen, Sanierungen, Außenansichten und Innenräume, Renaturierungen, Parks, Grün- und Außenanlagen werden gezeigt, schreibt die Architektenkammer. Unter den Bewerbungen ausgewählt hat die Projekte nach Angaben der Veranstalter ein unabhängiger Beirat.


Zwei Führungen am Samstag

Mit den Planungen für die Generalsanierung des Luitpoldbads und für den Umbau dieses einst größten Badehauses in Europa zum Behördenzentrum waren Grellmann Kriebel Teichmann Architekten in Würzburg beauftragt. Für die Landschaftsarchitektur waren Dietz und Partner in Engenthal zuständig. Vorgestellt wird ihre vergangenen Herbst abgeschlossene Arbeit am Samstag bei zwei Terminen: um 14 und 15.30 Uhr.
Entstanden sind bei diesem Projekt des Freistaats nicht nur Arbeitsplätze für Vermessungsamt und Finanzkasse, für die Verwaltung der Staatsbad GmbH, das Büro Kissinger Sommer der Stadt und für die Immobilien Bayern. Mit dem repräsentativen Innenhof hat Bad Kissingen auch einen eindrucksvollen Veranstaltungsort hinzugewonnen.


Naturfriedhof

Zwei Jahre weiter zurück liegt die Fertigstellung der zweiten Station der Architektouren im Landkreis Bad Kissingen. Ebenfalls am Samstag werden für die Zeit von 13 Uhr bis 15 Uhr Besichtigungen des Naturfriedhofs am Wurmerich in Nüdlingen angeboten. Treffpunkt ist der Hauptzugang.
Planer dieses Projekts der Gemeinde Nüdlingen war das Bad Kissinger Büro für Orts-, Landschafts- und Freiraumplanung Neisser. Nach der Kurzbeschreibung der Veranstalter bietet dieser Gottesacker "letzte Ruhestätten in einem weitgehend naturbelassenen Waldstück" an. Möglich sind dort unterschiedliche Bestattungsplätze, wie Familien- oder Freundesbäume, ein Gemeinschaftsbaum und für verstorbene Kinder auch ein Sternschnuppenbaum. Die Bestattungsbäume sind vermessen, markiert und registriert.
Die Bandbreite der übrigen in Unterfranken zu besichtigenden Objekte ist groß. Sie reicht von gastronomischen Betrieben in Würzburg über Schulen, die Stadthalle Bad Neustadt bis zu privaten Objekten wie einem Wohnhaus in Ostheim vor der Rhön. Weitere Infos unter www.byak.de/planen-und-bauen/architektur-baukultur/architektouren.html