Wenn das mal kein Auftakt war! Lange angekündigt war der erste Auftritt der neuen Formation Bergwerk rund um Spilk-Ikone Frank "Franky" Schmitt. In der Rhönfesthalle wurde nun zum ersten offiziellen Konzert des Sextetts geladen. Die erwartungsfreudigen Fans kamen in Scharen und waren Zeuge, wie die neue Rhöner Kultband die zu später Stunde brechend volle Halle rockte.

Schürzenjäger bis von Goisern

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Alpenrock zwischen den Schürzenjägern und Hubert von Goisern. Mit Quetsche, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Blech. Ein neues Format, eine neue Band, altbekannte Gesichter. Mit Bergwerk gehen die sechs Musiker neue und durchaus hörenswerte Wege. Sehr zur Begeisterung des Publikums. Ein wenig staunend reagierten die Zuhörer in der Rhönfesthalle zunächst aber schon. Per Video fuhr das Publikum auf langen verschlungenen Pfaden in ein Bergwerk ein. Tief drinnen im Berg dann das Akkordeon von Franky Schmitt, erst langsam getragen, dann immer schneller. Und im rasenden Tempo sollte es weitergehen im Laufe des Abends. Keine Pause gönnten sich die Musiker, dem Publikum auch nicht. "Wir haben lange darauf gewartet", sagte Schmitt am Mikrofon. "Jetzt lassen wir es knallen!" Nach zehn Monaten im Probenraum, so der Bandleader, war es nun endlich an der Zeit für die große Bühne. "Ihr könnt es später mal euren Enkeln erzählen", tönte Schmitt. "Wir waren dabei!"

Anders als noch mit den Spilk-Kumpanen setzt Schmitt mit Bergwerk beinahe durchgängig auf Alpenrock.

Stubenmusik

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Die Schürzenjäger hat er dabei im Blick, aber auch Hubert von Goisern, Rainhard Fendrich, Haindling, die Spider Murphy Gang, die Polka-Könige von Hiss und sogar Falco. Was dabei heraus kommt ist eine Mischung aus Alpenrock und Heimatsound, Bayern- wie Austropop. Und das alles handgemacht, nichts kommt aus der Konserve.

Bis zur ersten Pause rocken die Sechs auf der Bühne was das Zeug hält, der Schweiß läuft in Strömen und das Publikum staunt.

Im zweiten Teil wagen sie den sanften Einstieg mit Stubenmusik, schön artig am Tisch sitzend, wie dahoam. Um so musikalisch vielfältig aufzutrumpfen schart Franky Schmitt, selbst mit der Steirischen oder dem Akkordeon und seiner prägnanten Stimme auf der Bühne, eine Reihe an hochkarätigen Rhöner Musikern um sich.

Gitarrist Philip Beinhauer ist mit dabei ebenso wie Bassist Stefan Hergenröder und Schlagzeuger Johannes Kehl. E-Gitarre spielt Marcel Hein und Tobias Hofherr glänzt vielseitig am Keyboard wie mit dem Akkordeon, dem Saxofon und der Klarinette. Alles Musiker, die in diversen Formationen schon für Furore in ihrer Heimat und darüber hinaus gesorgt haben.

Bergwerk arbeitet hart auf der Bühne, bemüht sich um sein Publikum, um mal die Austropoplegende Falco zu zitieren. Durchaus Arbeit ist das, aber eine Arbeit, die sich in der Rhönfesthalle für das Publikum gelohnt hat. War dieses Konzert die Geburtsstunde für eine neue Rhöner Kultband? Schwer zu vermuten.

Zum Opening II kommt Bergwerk am 16. März nach Bad Neustadt in die Stadthalle. Die opulente Website www.bergwerk.live nennt weitere Konzerttermine.krit