Der Ausbau der Garitzer Kreuzung zum Verkehrskreisel verschiebt sich nach hinten, hieß es im jüngsten Wirtschafts- und Umweltausschuss des Kreises. Frühestens 2019 werde dort mit dem Bau begonnen, sagte der Bautechnikleiter des Landkreises, Jürgen Dobler.
Der Landkreis, der sich finanziell an dem mächtigen Bauwerk beteiligt, stellt deshalb erst für 2019 die Summe von 500 000 Euro in den Kreisetat ein. Beim Staatlichen Bauamt wartet man derzeit erst mal auf das Ergebnis der Bohrungen, die von einer Fachfirma im Herbst 2017 rund um den künftigen Kreisel in der Tiefe vorgenommen wurden, sagt Gebietsabteilungsleiter Rüdiger Köhler vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt.
Ursprünglich war man bei der Planung davon ausgegangen, dass die Bad Kissinger Stadtwerke vielleicht schon im Herbst 2017 die verschiedensten Strom- und Gasleitungen unterirdisch zusammenführen könnten - eine Maßnahme, die im Vorfeld des großen Kreuzungsumgriffs notwendig ist, um die Versorgung der Bewohner von Stadt und Stadtteil auch während der Bauzeit zu gewährleisten. Die Radwegplanung rund um den imposanten Kreisel macht jedoch offensichtlich noch diffizile Planungen notwendig. Denn wie die Fahrradroute abgesichert werden soll, ist noch nicht geklärt, sagt Köhler. Hierfür seien eben die Resultate der Bohrungen ausschlaggebend, die externe Büros demnächst liefern sollen.


Boden muss tragfähig sein

Erst dann wisse man, wie tragfähig der Boden am künftigen Kreisverkehr ist und "was dort konstruktiv notwendig ist", so Köhler weiter. Denn klar ist: Für den Radweg muss der Damm rundum verbreitert werden. Dabei komme es darauf an, ob man eine reine Damm-Schüttung vornehmen kann oder eine aufwendige Stützkonstruktion braucht, so der Gebietsabteilungsleiter. Seiner Ansicht nach müsse der Radweg sicher angelegt werden. Aber vielleicht könnten dabei auch Kosten reduziert werden. Von Oktober bis November 2017 standen am Westring sechs verschiedene Bohrungen in bis zu 25 Meter Tiefe an. Dabei stießen die Arbeiter auf mehrere Schichten. Wichtig dabei ist, wie die Zusammensetzung des Untergrunds in eineinhalb Metern Tiefe ist, hieß es damals. Denn das entscheidet, wie tragfähig der Boden für einen geplanten Überbau ist. Freilich würden sich die Bauherren wünschen, dass der Westring und die Kreuzung in der genannten Tiefe auf Fels aufgebaut sind. Das würde vieles einfacher machen.
Bis die Ergebnisse da sind, wird es wohl noch einige Zeit dauern, sagt Köhler. Wann es mit den Arbeiten in Garitz weitergeht, darüber wagt der Baufachmann keine Prognose. Erst wenn man genau weiß, was für den Radweg notwendig ist und der gesamte Bauablauf abgestimmt ist, könnten laut Köhler die Ausschreibungen rausgehen. Isolde Krapf